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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Pfizmaier.

Reich  als  Pfeiler  Stützende  Sie-khiü’s,  an  der  Spitze  der  Streitkriifte
  von  3^  Khiang  zu  Li-lthieu  entflohen.  Li-khieu  bewilligte ­
  ihm  die  Stelle  eines  stechenden  Yermerkers,  aber  gab
sie  ihm  nicht.  Hi-tao-I  grollte  und  nahm  desshalb  an  dem
Angriffe  gegen  Li-khieu  theil.  Dieser  wurde  geschlagen  und
zog  in  die  Feste.  Er  führte  die  Streitmacht,  erstieg  die  Brustwehr ­
  und  wartete  auf  Hilfe  von  aussen.
Hing-kuei  schickte  das  Wort  weiter,  welches  lautete:
Thang  liiess  mich  kommen  und  Li-khieu  gefangen  nehmen.
Wer  mir  nicht  folgt,  begeht  ein  Verbrechen,  das  mit  der  Ausrottung ­
  der  drei  Verwandtschaften  bestraft  wird.  —  Hierauf
hatte  man  in  den  Festen  nicht  den  Muth,  sich  zu  rühren.  Likhieu
  seufzte  und  sprach:  Die  Herzen  der  Menschen  sind  entfremdet. ­
  Der  Himmel  verdirbt  mich!  —  Die  Gattin  und  die
Kinder  an  der  Lland  führend,  erstieg  er  die  Erdstufe  des
Edelsteinmädchens,  setzte  Wein  vor  und  nahm  Abschied.
Ngan-sieu-jin  ergriff  ihn  und  brachte  ihn.  Man  enthauptete
Li-khieu  in  Tschang-ngan.  Seit  seiner  Erhebung  bis  zu  seinem
Untergange  waren  drei  Jahre  verflossen.
Eine  höchste  Verkündung  ernannte  Hing-kuei  zum  grossen
Heerführer  des  kriegerischen  Wartens  (  wu  -  heu)  zur
Rechten,  zum  Lehensfürsten  des  Reiches  ^  Liang  und  verlieh ­
  ihm  zehntausend  Stücke  Seidenstoffes.  Ngan-sieu-jin  wurde
grosser  Heerführer  des  kriegerischen  Wartens  zur  Linken  und
Fürst  des  Reiches  ^  Schin.  Zugleich  erhielt  er  Felder  und
Wohnhäuser  zum  Geschenke  und  wurde  mit  sechshundert
Thüren  des  Volkes  belehnt.
Als  um  diese  Zeit  Teng-hiao  hörte,  dass  Li-khieu  geschlagen ­
  sei,  trat  er  ein  und  wünschte  dem  Kaiser  Glück.
Der  Kaiser  sprach:  Du  liessest  deinen  Leib  herab  für  Li-khieu
und  kämest  als  Abgesandter.  Als  du  hörtest,  dass  er  zu
Grunde  gegangen  sei,  warst  du  nicht  im  Geringsten  betrübt.
Du  stampftest  mit  den  Füssen,  schlugst  in  die  Hände,  1  um
mir  zu  gefallen.  Du  hängtest  nicht  dein  ganzes  Herz  an
Li-khieu,  bist  du  fähig,  gegen  mich  die  Redlichkeit  zu  erschöpfen? ­
  —  Er  setzte  ihn  ab  und  stellte  ihn  nicht  in  die  Reihe.

1  Mit  den  Füssen  stampfen  und  in  die  Hände  schlagen  bezeichnet  Arten
des  Tanzes.
            
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