Zur Geschichte der Gründung des Hauses Thang.
25
die rechte Seite des Flusses. Seine Beschäftigung ist bereits
diejenige des Himmelssohnes: was lässt sich thun? Wenn
man von den Menschen ein Amt empfängt, will man gewiss
als Kleiner dem Grossen dienen. Ich bitte das zu thun, was
einst Siao-tschä gethan. Derselbe nannte sich Kaiser
von Liang und war ein Diener von m Tscheu.
Li-khieu befolgte dieses. Er entsandte ^ fjf| Teng-hiao,
unrichtigen obersten Buchführer und Gehilfen zur Linken, mit
dem Aufträge, an dem Hofe zu erscheinen und ein Schreiben
zu überreichen. In diesem Schreiben nannte sich Li-khieu
Neffe und Kaiser des grossen Liang. Der Kaiser zürnte und
sprach: Li-khieu glaubt, ich der Kaiser sei sein älterer Bruder.
Dieses ist nicht die Art eines Dieners. — Er setzte Teng-hiao
in das Gefängniss und schickte ihn nicht fort.
Li-khieu hatte Liang-tschö zum Vorgesetzten der Berathungen
gemacht und ihm das Amt eines obersten Buchführers von
der Abtheilung der Angestellten übergeben. Liang-tschö hatte
abgekürzte Rechnungen und Alles scheute ihn. Er sah einst,
dass die Seitengeschlechter eines Stammes des ehemaligen M
IIu der westlichen Gränzgegenden zahlreich waren und rieth
Li-khieu, gegen sie Vorkehrungen zu treffen. Bei dieser Gelegenheit
verfeindete er sich mit Ngan-sieu-jin, dem obersten
Buchführer von der Abtheilung der Thüren des Volkes. Einst
besuchte ihn # Tschung-yen, der Sohn Li-khieu’s. Liangtschö
stand vor ihm nicht auf. Tschung-yen ärgerte sieh darüber,
und beide verleumdeten Liang-tschö. Li-khieu untersuchte
nicht. Er schickte das Gift des Giftvogels in dessen Haus und
tödtete ihn. Seitdem wurden die alten Bekannten Li-khieu’s
allmälig von Argwohn und Zweifel erfasst und waren nicht
zu verwenden.
Ein Beschwörer von Hu sagte eitler Weise: Der höchste
Kaiser wird das Edelsteinmädchen von dom Himmel herschicken.
— Li-khieu berief die Krieger und liess eine Erdstufe erbauen,
auf der man das Mädchen erwartete. Vieles, das man als Opfergabe
hinlegte, verdarb oder wurde beschädigt. Die hungernden
Menschen verzehrten einander. Li-khieu setzte die Güter
seines Hauses zu, um die Menschen zu unterstützen, und war
dann nicht im Stande, etwas zu reichen. Er beschloss, die
Hirse der Speicher herauszugeben, wozu ihm Tsao-tschin eben-