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Hofier.
zahlreichen Irrthümer, welche nach der Herrschaft trachteten,
von wesentlicher Bedeutung-. Man ist gewohnt, bei den Dominikanern!
nur an ihre Betheiligung an der Inquisition zu denken,
während sie diese besonders durch Alexander IV. mit den
Minoriten theilten; viel weniger, dass sie angesehene Führer,
wie den früheren Bischof der Katharer, Reiner, den Robert
Bouger, 1 zur Erkenntniss ihrer Verkehrtheit brachten und diese
nun ihre reichen Erfahrungen im Dienste der Kirche verwerteten.
Der Angriff der Waldenser und Patarener war so
heftig, so unerwartet, so wild und überstürzend gewesen; man
musste auf einmal einem lange ausgehegten orientalischen
Systeme, das sich in ein abendländisches Gewand geworfen hatte,
durch die Pflege der Bogomilen aber eine ebenso feste als geheimnissvolle
Organisation erlangt und auf abendländischem
Boden Schulen in Masse begründet hatte, begegnen. Sie hatten
sich an die Unwissenden gewendet, sie in dem Masse gewonnen,
in welchem sie von dem reichen und trägen Clerus
preisgegeben waren, und während der Islam von Sicilien und
dem staufischen Hofe zu Palermo wie an dem früher normännischen
Hofe Propaganda machte, in Spanien durch zahlreiche
Renegaten seine Sehaaren mehrte, kamen auf einmal die
dualistischen Lehrmeinungen, mit welchen die griechische
Kirche schon mühseligen Streit bestanden, nach dem Abendlande
herüber, sich auf die Abneigung, den Hass der Laien
gegen die Geistlichen stützend, der durch den grossen Sieg
des Papstthums in den Tagen luuocenz III. eher vermehrt als
vermindert wurde, endlich gerade durch seinen Schützling, den
einzigen italienischen Kaiser, den Deutschland hatte, den Verbündeten
der moslemischen Sultane, Friedrich II-, auf den
höchsten Punkt gesteigert wurde. Er war es, der geradezu
die Könige, die Fürsten, den Adel gegen den Clerus aufrief,
nachdem er erst bekannt, dass er das Königthum durch des
apostolischen Stuhles Gnaden erlangt habe, ein Arnold von
Brescia auf dem kaiserlichen Throne.
Es war leichter, wie es Friedrich als Kaiser that, die
Katharer, Patarener, Speronisten, Leonisten, Arnoldisten, Circumcisi,
Passagini, Josepini, Garatenser, Albanenser, Fran-1
Bulg.arus. Waddingi annales II, p. 413. Vergl. Jiriceck, Gesell, der Bulgaren.