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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 91. Band, (Jahrgang 1878)

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Hofier.

das  Studium,  die  Disciplin  des  Geistes  unter  ilmen  ein  doppeltes
Centrum  gewann.
Aber  auch  noch  eine  andere  sehr  bemerkenswerthe
Strömung  machte  sich  bei  den  Romanen  bemerkbar,  wenn
dieselbe  auch  nicht  mit  dem  romanischen  Adel  zusammenhing.
Es  war  das  romanische  Papstthum,  das  im  eilften  und  zwölften
Jahrhundert  den  Kampf  mit  dem  deutschen  Kaiserthum  siegreich ­
  bestand,  nachdem  Nicolaus  II.  die  Papstwahl  dem  massgebenden ­
  Einflüsse  der  deutschen  Kaiser  entrissen.  Nachdem
hierauf  Alexander  II.,  ein  Mailänder  und  Bischof  von  Lucca,
den  Kampf  mit  Cadalous,  Bischof  von  Parma,  den  lombardische
Grosse  zum  Gegenpapste  erhoben,  siegreich  beendigt  (f  1073),
unternahm  es  Gregor  VII.  aus  Saona  den  drei  Uebeln  der
Zeit,  der  Simonie,  der  Investitur,  der  Priesterehe  entgegenzutreten, ­
  sah  sich  aber  selbst  in  jene  furchtbaren  Kämpfe
mit  K.  Pleinrich  IV.  verwickelt,  in  welchen  er,  ungebeugten
Muthes  fern  von  Rom  in  Salerno  den  Untergang  fand,
25.  Mai  1085.  Ihm  folgte  Victor  III.,  Abt  von  Montecassino  aus
langobardischem  Fürstenhause  für  kurze  Zeit  nacli  (f  1087).
P.  Urban  II.,  ein  Schüler  des  hl.  Bruno,  Prior  von  Clugny,  suchte
und  fand  ein  Asyl  in  seiner  Heimat  Frankreich,  wo  er  der
allgemeinen  Stimmung  zu  Clermont  den  Ausdruck  verlieh  und
das  Signal  zum  Kreuzzuge  gab,  f  29.  Juli  1099.  Der  Cluniacenser
  Paschal,  ein  Romagnole,  wurde  K.  Heinrichs  V.  Gefangener ­
  und  sah  sich  genöthigt  in  Frankreich  eine  Zufluchtsstätte ­
  zu  suchen,  die  ihm  namentlich  Clugny  gewährte  (f  1118).
Sein  Nachfolger  Gelasius,  Zögling  von  Montecassino,  that  dasselbe ­
  und  fand  sein  Grab  in  Clugny  1119.  Calixt  II.,  Königen
und  Kaisern  verwandt,  wurde  in  Clugny  gewählt  und  beendete
1122  durch  das  Wormser  Concordat  den  langen  Iuvestiturstreit
o
und  die  Periode  der  von  den  gebannten  Kaisern  eingesetzten
Gegenpäpste,  f  1124.  Dann  folgten  unter  Honorius  II.  (Lambert ­
  von  Imola)  f  1130,  dem  Römer  Innocenz  II.,  f  1143,
Cölestin  II.  aus  Citta  di  Castello,  f  1144,  dem  Bolognesen
Lucius  II.,  f  1145,  dem  Pisaner  Eugen  III.,  f  1153,  und
dem  Römer  Anastasius  IV.,  f  1154,  wenn  auch  bewegte,  doch
in  Bezug  auf  den  früheren  Kaiserstreit  verhältnissmässig
ruhigere  Zeiten,  die  den  gewaltigen  Stürmen  unter  dem  Engländer ­
  Adrian  IV.,  unter  dem  Sanesen  Alexander  III.  1159
            
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