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Hofier.
das Studium, die Disciplin des Geistes unter ilmen ein doppeltes
Centrum gewann.
Aber auch noch eine andere sehr bemerkenswerthe
Strömung machte sich bei den Romanen bemerkbar, wenn
dieselbe auch nicht mit dem romanischen Adel zusammenhing.
Es war das romanische Papstthum, das im eilften und zwölften
Jahrhundert den Kampf mit dem deutschen Kaiserthum siegreich
bestand, nachdem Nicolaus II. die Papstwahl dem massgebenden
Einflüsse der deutschen Kaiser entrissen. Nachdem
hierauf Alexander II., ein Mailänder und Bischof von Lucca,
den Kampf mit Cadalous, Bischof von Parma, den lombardische
Grosse zum Gegenpapste erhoben, siegreich beendigt (f 1073),
unternahm es Gregor VII. aus Saona den drei Uebeln der
Zeit, der Simonie, der Investitur, der Priesterehe entgegenzutreten,
sah sich aber selbst in jene furchtbaren Kämpfe
mit K. Pleinrich IV. verwickelt, in welchen er, ungebeugten
Muthes fern von Rom in Salerno den Untergang fand,
25. Mai 1085. Ihm folgte Victor III., Abt von Montecassino aus
langobardischem Fürstenhause für kurze Zeit nacli (f 1087).
P. Urban II., ein Schüler des hl. Bruno, Prior von Clugny, suchte
und fand ein Asyl in seiner Heimat Frankreich, wo er der
allgemeinen Stimmung zu Clermont den Ausdruck verlieh und
das Signal zum Kreuzzuge gab, f 29. Juli 1099. Der Cluniacenser
Paschal, ein Romagnole, wurde K. Heinrichs V. Gefangener
und sah sich genöthigt in Frankreich eine Zufluchtsstätte
zu suchen, die ihm namentlich Clugny gewährte (f 1118).
Sein Nachfolger Gelasius, Zögling von Montecassino, that dasselbe
und fand sein Grab in Clugny 1119. Calixt II., Königen
und Kaisern verwandt, wurde in Clugny gewählt und beendete
1122 durch das Wormser Concordat den langen Iuvestiturstreit
o
und die Periode der von den gebannten Kaisern eingesetzten
Gegenpäpste, f 1124. Dann folgten unter Honorius II. (Lambert
von Imola) f 1130, dem Römer Innocenz II., f 1143,
Cölestin II. aus Citta di Castello, f 1144, dem Bolognesen
Lucius II., f 1145, dem Pisaner Eugen III., f 1153, und
dem Römer Anastasius IV., f 1154, wenn auch bewegte, doch
in Bezug auf den früheren Kaiserstreit verhältnissmässig
ruhigere Zeiten, die den gewaltigen Stürmen unter dem Engländer
Adrian IV., unter dem Sanesen Alexander III. 1159