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H Ö f ler.
anvertraut, der sein grimmigster Verfolger gewesen, Philipps IV.
Nicht darin hatte der Fehler bestanden, dass die deutschen
Kaiser das Stammland römischer Herrschaft, die Wiege der
Cultur und das grosse Seminar abendländischer Civilisation,
Italien, mit Deutschland zu vereinigen strebten. Wenn sie das
grossentheils von deutschen Stämmen bewohnte Land nicht
für Italien gewannen, waren Burgunder und Franzosen bereit
es für sich zu gewinnen! Dass sie aber es verschmähten, dem
Lande eine Verfassung zu geben; dass sie die Commnnen
niederwerfen und vernichten wollten, statt sie für das Königthum
zu gewinnen; dass sie Mailand zerstörten, statt dort zu
residiren, Gegenpäpste aufstellten, die sie dann schliesslich
fallen lassen mussten, endlich den Parteikampf der Guelfen
und Ghibellinen unversöhnlich machten und bewirkten, dass
Alexander III. wie Innocenz III. sich mit den Städten verbanden,
Innocenz IV. die Sicilianer zum Freiheitskampfe aufrief,
das Kaiserthum identificirt mit schrankenloser Gewalt und
altrömischem Absolutismus aufhörte Quelle des Rechtes zu
sein, in einem Winkel Apuliens (13. December 1250) unterging
und nun vom romanischen Papstthum beerbt wurde, das
war ihr unheilvolles Werk. Es war aber nicht nothwendig,
dass dieses geschehe und der grosse Triumph der Romanen im
vierzehnten Jahrhunderte durch deutsche Hände vervollständiget
werde. Betrieb doch der erste eigentliche avignonesische Papst
Johann XXII. vor Allem die Trennung Italiens vom deutschen
Reiche, um letzteres schwach und ohnmächtig zu machen, ein
Beweis, dass er die Stärke des Kaiserthums in seiner Verbindung
mit Italien erblickte! Gerade die Ertheilung von
fueros hatte die romanischen Könige Castiliens so sehr ausgezeichnet
und ein eigenthümliches Leben in den Städten
dieses weitausgedehnten Reiches hervorgerufen. Seit Justiniau
hatte für Sammlung, Ordnung und Sichtung von Gesetzen
kein Herrscher mehr gethan als Don Alfonso el Sabio König
von Castilien 1252—1284. Kein Fürst seiner Zeit kam an
wahrhaften Regententugenden K. Ludwig von Frankreich
gleich, an kriegerischem Ruhm verdunkelte Don Jayme von
Aragon alle Zeitgenossen. An sittlicher Grösse überragte ihn
aber der Eroberer Andalusiens, Don Fernando III., an Gelehrsamkeit
Don Alfonso X. von Castilien alle Zeitgenossen!