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Hofier.
erlangte gleichzeitig mit seinem burgundischen Vetter, der
Castilien gewann, die Grafschaft Portugal, die bald zum
Königreiche erhoben, an der Entdeckung und Eroberung-Afrikas
einen so rühmlichen Antheil nahm, ihre Geschichte
mit der Afrika’s, Asien’s und selbst auch Amerika’s verband.
Ehe noch die Kreuzzüge zur Eroberung Jerusalems Westund
Südeuropa in Bewegung setzten, begann eine Schaar normannischer
Ritter unter Führung der Söhne Tancreds von
Hauteville die Eroberung Apuliens, Calabriens, Siciliens, die
erst zur Begründung süditalischer Grafschaften, dann Herzogthümer,
endlich 1130 des Königreiches beider Sicilien führte.
Und wie das neue Königreich Portugal seine Unabhängigkeit
von Castilien dadurch sicherte, dass es päpstliches Zinsland
wurde, sicherte das normannische Königreich Sicilien seine
Unabhängigkeit von dem deutschen und romäischen Kaiserreiche
durch die Anerkennung des Papstes als obersten Lehensherrn.
Gleichzeitig mit der Begründung eines apulischen
Herzogthums, das der Papst zu Lehen gibt, war die Begründung
des normännischen Königthums in England durch den
Herzog Wilhelm von der Normandie 1066 erfolgt. Dieser weist
jedes Lehensverhältniss seiner Königskrone zu dem römischen
Stuhle zurück, ohne jedoch die Zwitterstellung verhindern zu
können, dass der neue König durch seine französischen Lehen
Vasall des französischen Königs blieb, als König von England
ihm ebenbürtig zur Seite stand. Als die Kreuzzüge nach Jerusalem
begannen, ward Herzog Gottfried von Nieder-Lothringen,
Vasall K. Heinrichs IV., erster König von Jerusalem
1099. Nach seinem frühen Tode folgte ihm sein Bruder Balduin,
Fürst von Edessa, als zweiter König des allerheiligsten
Königreiches nach. Die Deutschen, im Streite mit den Päpsten
begriffen, überliessen die Eroberung den Romanen. Nach dem
Königthume der Lothringer kam das der Grafen von Rethel
durch Balduin II de Bourg en Rethelois 1 (j* 1131), das Fulco’s
Grafen von Anjou (de Tours et du Mans, f 1142), Vater
Gottfried Plantagenets, welcher 1127 die Erbin der normannischen
Könige Englands, die Tochter K. Heinrichs 1. heirathete.
Das Haus des Guy von Lusignan, der 1186 zum Könige
1 Du Cange, Les familles d’Outre-mer par M. Rey. Paris 1869, p. 12.