Hertliold von Regensburg und der Schwabenspiegel.
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Mag ein man sein weib
überzeugen vor geistlichem gericht,
daz sy sich ubersehen
hab mit einem anderen man,
der scheidet sich wol von ir,
ob er sein ee behalten hat seid
er sy nam. Ir eintweders mage
auch dhein gemecht nemen,
die weil daz ander lebet. Leyt
er aber einist bey ir, fiirst daz
er sein innen wurt, er mag
sich von ir nit gescheiden.
321, 6.
(Boi Berthold in einem andern
Zusammenhang unter den
Federn des zweiten Fittigs.)
Wan swederz daz ander überhüget,
daz hat sin reht an dem
andern verlorn, daz ez sin dar
nach niemer mere darf gemuoten,
er enwellez danne
gerne varn län, wan ez enmac
niemer geschehen danne
von geistlichem gerillte. Swederz
daz ander an geistlichem
gerillte überziugen mac, daz
ez sine e an im gebrochen habe,
daz ziuhet sich mit rehte von
im, daz ez im niemer mere deheiner
slahte guot getuot oder
triuwe geleistet. Ist ez aber
daz ouch du dine b zebrochen
hast, so mäht du dich nilit von
im gescheiden: so stet ein
schulde gein der andern und
ein Schalheit gein der andern.
Ist sie ein schelkin gewesen
unde du ein lecker, so müezet
irz so mit einander duhen. Ist
des niht, so scheidest du dich
wol von im. Du muost aber
iemer kiusehe sin, wan du enmaht
niemer mere kein ander
gemechede genemen, die wile
ez lebet. Wiltü aber zer une
naschen mit andern liuten, so
muost du ez wider zuo dir
nemen. Und ist aber ein dinc,
daz du ze einem male an die
stat kuraest da ez ist, für die