Nachtrag zur Abhandlung .Die Guttural-Laute der indogerman. Sprachen'.
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erstanden, während z aus demselben durch Aufgeben des explosiven
Bestandtheiles d hervorging.
Ganz auf dieselbe Weise, wie wir von der Grundsprache
zum Ost-Eränischen die Entwicklung:
Je ts ts s
g dz dz z
eonstatiren, können wir auch vom Alt-Eranischen zum Neu-Persischen
die Entwicklung
ts (k) ts dz 1 z
dz (g) — dz z
nachweisen. Man vergleiche:
altpers. raucah- neupers. ^ (röz)
altbaktr. raöccthaltbaktr.
ahvi-raÖcayeiti neupers. (afrözad)
altbaktr. gw neupers. (ziyam)
altbaktr. gan- neupers. (zanam)
lauter Fälle, in denen unter unseren Augen der Laut z aus
dz oder dem zum tönenden Laute erweichten Stummlaute t$
hervorgeht.
Daher müssen wir von U, g aus als paläo-eränisch ts,
dz aufstellen. Ja wir gehen noch weiter und stellen ts, dz, dzh
als paläo-eränische Entsprechungen von Ti, g, gh auf.
Da das Armenische in der Behandlung der Guttural-Reihen
an die asiatischen Sprachen sich anschliesst, so ist
seine Einreihung unter die eränischen Sprachen nicht zweifel-1
Der Ueberg-ang von t$, dz zu ts, dz gehört auf dem Gebiete des Ossetischen
und Avghanischen zu den bekannten Dingen. Man vergl. meine
beiden Abhandlungen: ,Beiträge zur Lautlehre des Ossetischen, 1 1863
(Sitzb. XLI. 166) und ,Die Sprache der Avghanen I.‘ 1862 (Sitzb. XL. 11).