Nachträge zu japanischer Dialectforschung.
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Ki als Lesung von ,Sarg' hat den Sinn von ki ,Holz'.
In China sagt man das Wort: Wt ^ ,sich dem Holze nähern'.
Ki als Lesung von ,Zahn‘ ist die Abkürzung von
kiba. Man sagt wi-no ki ,Eberzahn', kisa-no ki ,Elephantenzahn'.
Ki ist die Lesung von jlf jg^elbL Es wurde die Vermuthung
ausgesprochen, dass es so viel als kutsi ,verfault' sei
und sich auf die abfallenden gelben Blätter beziehe. Die Rückkehr
von lm tsi, ist ki. Wo es keine Zusammensetzungen
bildet, gebraucht man ki-naru und ki-na. In Mi - kawa und
Totömi sagt man ki-na-i ( -j- -"f ). Daselbst wird in der
gesprochenen Sprache den Namen sämmtlicher Farben die
Sylbe i ( ) angehängt. Man glaubt, es könne die Abkürzung
von iro ,Farbe' sein.
Ki als Lesung von m ,Wein' wird für die Abkürzung
von iki ,Athem, Geist' gehalten. So in mi-ki ,göttlicher Wein',
siro-ki ,weisser Wein', kuro-ki ,schwarzer Wein'.
In einigen Ausdrücken der gemeinen Sprache hat ki die
Bedeutung von (ki) ,Triebwerk, Umstände, Gelegenheit'.
So in ki-no maje-ni kusuri nasi ,vor der Gelegenheit gibt es
keine Arznei', ki-ni jotte fö-wo toke ,je nach den Umständen
erkläre man die Vorschrift'.
Ki-i ( ) ist in dem Nippon-ki die Lesung von
,kommen'. I wird für den Wiederhall des Lautes (ko-e-no
fibiki) gehalten.
Das Reich Ki-i hiess ursprünglich ki-no kuni ,Reich der
Bäume'. In den Jahren des Zeitraumes Wa-dö (708 bis 714
n. Chr.), als man gute Schriftzeichen wählte, gebrauchte man
für diesen Namen zwei Zeichen, und man schreibt seitdem
* # (ki-i). 1 wird ebenfalls für einen Wiederhall des
Lautes gehalten.
Kilci-joku ,gut oder erfreulich zu hören' bedeutet in dem
Kami-jo-bumi das Gegentheil, nämlich kiki-nikuki lcoto ,etwas,
das abscheulich zu hören ist'. Der Ausdruck ist noch gegenwärtig
in Brauch.
Kiki-obomeku ( ^ (7 ) ist die Uebersetzung
des bei Tschuang-tse vorkommenden Ausdrucks |]jj (Jg* ,hören
und verwirrt sein'. Obomrku wird mit oboro ,trübes Licht'
verglichen.