Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Nachträge  zu  japanischer  Dialectforschung.

G7

Kata-nuku  silca  ,der  Hirsch  mit  ausgerissener  Schulter'.
In  dem  Ko-zi-ki  ist  zu  sehen,  dass  man  in  dem  Götter-Zeitalter
  das  Schulterbein  des  Hirsches  ausriss  und  auf  diese
Weise  wahrsagte.
Kata-kasiki-no  ifi  ist  zur  Hälfte  gekochter  Reis.
Katsi-jori-juku  ist  die  Lesung  von  ff  ff  ,zu  Fusse
gehen'.  Gegenwärtig  sagt  man  katsi-fadasi.  Ein  Fussgänger
heisst  katsi-datsi.
Katsi,  auf  Kleider  bezogen,  ist  das  Koje  von  ,grobes
Tuch'.
Das  Viele  einer  Sache  (mono-no  o-oki  Iccita)  wird  durch
katsi  (Wurzel  von  ||^  katsu)  ,übertreffen'  ausgedrückt.  In
dem  Wa-mei-seö  hat  ,viele  Herzen,  viele  Gedanken'
die  Lesung  naka-ko-gatsi.
Katsi,  auf  die  Farbe  gefärbter  Stoffe  (some-iro)  bezogen,
wird  in  dem  Setsu-jo-siü  durch  fff  jrjjj  ,veilchenblauer  Grund'
ausgedrückt.  Es  bezeichnet  eiu  indigoblau  gefärbtes  Tuch
(ai-some-no  nuno).  Es  liess  sich  ersehen,  dass  die  Lesung  eine
gezwungene  ist.  Da  man  bei  Beglückwünschungen  von  dieser
Farbe  Gebrauch  macht,  hat  das  Wort  den  Sinn  von  katsu
,übertreffen'.  Gegenwärtig  sagt  man  katsin  {  ~jj  f  y  )•  In
einem  Werke  heisst  es:  Wenn  ein  grosser  Anführer  aus  dem
Lager  tritt,  bedient  er  sich  eines  Zügels  von  übertreffender
Farbe.  Die  übertreffende  Farbe  (katsu  iro)  ist  die  schwarze
Farbe.
In  der  Sprache  der  Frauen  des  kaiserlichen  Palastes  wird
der  Kuchen  (motsi)  mit  dem  Namen  katsin  (  f  2/  )  benannt.
In  einem  Werke  wird  gesagt,  es  sei  desshalb,  weil  Frauen,
welche  mit  Mützen  von  der  Farbe  katsin  bedeckt  sind,  ihn
bringen.  Einige  sagen,  das  Wort  stamme  von  dem  Kuchen
des  Sieges  des  Himmelsgottes  des  fünften  Viertels  (go-deö  tenzin-no
  katsi-no  motsi)  und  habe  den  Sinn  von  ^  jjju  (ka-tsin)
,Niederhalten  des  Hauses'.
In  dem  Rei-I-ki  hat  die  Lesung  kadzi-suru  ,schmieden'.
Kadzi  ,Schmied',  aus  katasi  zusammengezogen,  ist  richtiger ­
  Weise  die  Lesung  von  J'q'  ,hämmern  und  Metall
giessen',  ln  Japan  wird  es  jetzt  wegen  Aehnlichkeit  der
Zeichen  als  das  Koje  von  m  fä  (ka-dzi)  betrachtet  und
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.