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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Kasiwa-nagasi  ,die  Steineiche  fortschwimmen  lassen'.  Bei
dem  Opfer  in  dem  Palaste  dos  Windes  in  dem  Reiche  I-se  lässt
man  Steineichen  der  drei  Seile  (mi-tsuna-gasiioa)  fortschwimmen
und  wahrsagt  daraus  Glück  und  Unglück.
Kasu  sind  die  Weinhefen.  In  dem  Zi-no  kagami  hat
die  Lesung  ama-kasu  ,süsse  Weinhefen',  jöj’Jl  1  die  Lesung
kata-kasu  ,feste  Weinhefen'.  Es  wird  angegeben,  es  scheine,
dass  man  in  I-se  im  gemeinen  Leben  tome  (  ]-»  yi  )  sagt.
Kazu-tori  ,die  Zahl  nehmen'  ist  das  Ende  der  Rechnung,
das  Facit.  Für  ,Rechnung'  findet  sicli  die  Lesung  leazit.
Kaze-to  tsuki  ,Wind  und  Mond'.  Ein  Dichter  wird  kazeto
  tsuki-no  yj - *  (sai)  ,Begabung  des  Windes  und  Mondes'
genannt.  Man  findet  auch  kaze-to  tsuki-to-no  aruzi  ,Wirth  des
Windes  und  Mondes'.
Katasi  (  ~}j  #  )  ist  in  dem  Ko-zi-ki  die  Lesung  von
IS  A.  ,Schmied'.  Gegenwärtig  sagt  man  kadzi.  Die  Rückkehr ­
  von  ta  si  ist  tsi.
Kata-bira  ist  die  Lesung  von  fjj^|  ,Vorhang'.  Es  hat  den
Sinn  von  kata-fira  ,zur  Seite  breit'.  Ein  Wort  von  ähnlicher
Bedeutung  ist  fira-bari  ,breit  ausgespannt'.  In  dem  Ivo-konsiü
  findet  sich  to-bari-no  kata-bira  ,der  an  der  Thüre  ausgespannte ­
  Vorhang'.  Nach  den  Aufzeichnungen  zu  dem
Geschlechte  Gen  ist  der  Vorhang  im  Sommer  von  ungeläuterter
Seide  (ususi),  im  Winter  von  geläuterter.  Seide  (neri).  An  den
Kisten  der  Kistenarzneien  der  wohlriechenden  Säcke  (ko-nö-no
fako-gusuri-no  fako)  ist  auch  ein  Gegenstand,  welcher  kata-bira
,Vorhang'  heisst.  Es  ist  in  der  Schrift  Masa-suke’s  zu  sehen.
Dass  man  ein  Sommerkleid  auch  kata-bira  nennt,  ist
desswegen,  weil  man  aus  dem  zu  dem  Vorhänge  (kata-bira)
verwendeten  Stoffe  ein  Kleid  verfertigte,  was  in  den  Erzählungen ­
  vorkommt.  Man  trägt  dieses  Sommerkleid  vom  fünften
Tage  des  fünften  Monates  bis  zum  ersten  Tage  des  achten
Monates  des  Jahres.  Man  findet  auch  das  Wort  kata-bira-nuno
,Tuch  des  Sommerkleides'.  O-o-kata-bira  ,grosses  Sommerkleid' ­
  ist  ein  aus  Flor  oder  Tuch  verfertigtes  Staatskleid'.
(täte)  -  kata-bira  ,Vorhang  des  Eintrages  der  Webe'
bedeutet  eine  sehr  unbegründete  Sache  (ito  iware-naki  koto).

1  In  diesem  Zeichen  ist  statt

das  Classenzeiclien  tIt  zu  setzen.
            
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