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Sauer.
dem scheint Mendelssohn nichts in. unserer Versart übersetzt
zu haben.
7. Kleine Dramatiker.
Alles was Ende der Sechziger und zu Beginn der Siebziger
Jahre an iambischen Dramen erschien, dürfen wir an
Weisse’s viel gelesene und beliebte Dramen anknüpfen; freilich
nicht direct, wir sahen ja schon, welche Einwirkungen auch
von anderen Seiten sich geltend machten.
Wenn aber jetzt noch immer Dramen mit nur stumpfen
Versen entstehen, so scheinen diese auf Weisse’s frühere Behandlung
des Verses zurückzugehen.
1768 erschienen zu Nürnberg Proben dramatischer Gedichte,
welche ich zwar nicht kenne; von dem ersten dieser
Dramen aber, Rhynsolt und Lucia, einem Trauerspiele in fünf
Aufzügen, sagt die Recension in Klotzen’s deutscher Bibliothek
(3, 580), dass es ,in sehr holprichten Versen' geschrieben
ist, ,in reimlosen, meistens fünffüssigen Iamben, in die doch
zuweilen Dactylen, ja ganze Hexameter eingemischt sind'
und ,dass der Verfasser darinnen mit aufgeblasenen Backen
die Weisse’sche Sprache nachahmt'; oh auch das zweite
Stück Naemi und Seba, ein Trauerspiel mit,Chören,- in demselben
Versmasse geschrieben ist, geht 'aus der Recension nicht
hervor.
Interessant ist eine Sammlung von Dramen, welche
H. C. H. v. Trautzschen (Goedeke, 641) 1772 in .Leipzig
unter dem Titel ,Deutsches Theater' veröffentlichte, es enthält
eine Alexandrinertragödie und eine Reihe Prosastücke.
Von dem letzten derselben heisst es in der Vorrede: ,Beiisar,
ein Drama, sollte in Versen, so wie es der Inhalt zu erfordern
scheint, einem zweiten Bande einverleibt werden; allein mein
Verleger verlangte die Verstärkung dos gegenwärtigen, und
ich habe dasselbe inzwischen durch die Schreibart so viel zu
heben gesucht, als dieses historische Sujet selbst über das
gemeine Leben erhaben ist'.
Sieht man das Stück näher an, so findet man, dass es
aus vollständigen fünffüssigen, fast durchwegs stumpfen Iamben
besteht, die ohne Unterbrechung geschrieben sind; vier- und