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Sauer.
sich Lessing’s Gebrauch an in seinem Cissides und Faches,
der 1758 gedichtet ist, 1759 erschien und freie Caesur zeigt.
Doch auch hier sind alle 450 Verse stumpf; in der Länge
vollkommen correct. S. 19 ist in dem Verse ,Sein Schwert und
die Gewalt des Feuers verübt' zu lesen ,Feu’rs‘, wie 32, 35
(Feu’r); in Ramler’s Ausgabe (4. Auflage 2, 57) lautet der
Vers ,Und die Gewalt des Feuers ausgeübt'; 46 ist zu lesen
,Mauer' statt ,Mau’r, 47 ,eu’r‘ statt ,euer', wie dies die späteren
Ausgaben thun; Hiatus wird vermieden: 8 ,Versammelt’ und';
26 ,winsel’ und'; 31 ,statt Steinen eine', wo Ramler’s Ausgabe
2, 63 und Körte’s Ausgabe 2, 105 lesen ,Steine eine'.
Ich habe nur einen Fall gefunden: 25 ,Hände über'. Wie die
Caesur ist auch das Enjambement freier gehandhabt als in
den kleineren Gedichten: 15 ,Meer | und Himmel'; 24 ,Bergauf
Berg'; 23 ,in | der Erd'; 36 ,von | Ruinen'; 40 ,aus | der
Quell’'; 49 ,aus | der Schleuss’'; 52 ,an | der Rüstung'; 53 ,auf
| der Erd'; 33 ,vom Blitz | gespalten'; 56 ,ewiger | Verehrung
werth'; 52 ,wie sein j furchtloses Heer'; 51 ,den | erhitzten
Feind'; 53 ,in Zügen des | erblassten Angesichts'; 37 ,wie |
der helle Morgenstern'; 55 ,so | geschwächt'.
Kleist verwendet nur einmal eine sehr lange Periode’
von 26 Zeilen: S. 25 ,Den tapfern Parmeo' — 27 ,mit Jammer
Zelon rang'; sonst gebraucht er die längeren Perioden gerne
bei Vergleichen, wie sich dies auch bei Wieland gelegentlich
findet; 19 Zeilen: 53 ,Er war mein Herr' — 55 ,zu überwältigen';
18: 12 ,Mistrauen hat das Heer' — 13 ,von mir
fliesst'; 15: 31 ,Leosthenes sah' — 33 ,schwamm darauf', 46
,Euch Wenigen' — 48 ,und nicht scheut'; 14: 8 ,Kaum starb'
— 9 ,Thessalien', 15 .Wenn, vom Orcan gepeitscht' — 16
,den Tapfern ein', 22 ,Gleichsam ein Wolkenbruch' — 23 ,die
Macedonier', 49 ,Der Herold brachte' — 51 ,in wildem Lärm';
11: 34 ,zu löschen war umsonst — ist unser Theil', 45 ,Nachdem
der Feind' — 46 ,wie es'; 10: 18 ,Wie ein gewaltger
Sturm' — 19 ,zu den Waffen griff', 21 ,Und vom Geschrei'
— 22 ,mit Tod den Feind'. •
Hätte Kleist die Absicht, seinen Seneca in Versen auszuarbeiten,
wovon er in dem Vorbericht zur ersten Ausgabe
spricht, festgehalten, so würde er gewiss diese ihm schon geläufige
Versart und nicht den Alexandriner gewählt haben, den