Heber den funffüssigen Tainbus vor Lessing’s Nathan.
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du', während das erste Mal Schweigst' im Texte steht; 259 ,abhau’n'
statt ,abhauen‘; 267 ,Der ältre Perseus' statt ,ältere';
281 ,ich hab' statt ,babe'; 288 ,Du hattest' statt ,hattst'; 293
,Erbarme' statt ,Erbarm’'; 296 ,Durchbohret' statt ,Durchbohrt'.
Mit trochäischem Rhythmus ist der Vers 342 zu lesen
,Und daher durchdringt sein Reiz dein Herz', während ich
folgenden Vers kaum zu bessern weiss 234 ,Zween Triebe besitzen
meine Seele'.
Hiatus wird durch Apokope weggeschafft: 229 ,Söbn’
ergeh’'; 244 ,die Arm’ entgegen'; 245 ,Deine Wünsch’ erlerne';
268 ,floss’. Er'; 332 ,von Seen’ in Scene'; auch die falschen
Formen: 215 ,Die schön’ Erixena'; 249 ,mein’ einige 1 Geliebte';
250 ,Dein’ eigne Rechte'; 267 ,welch’ Erfahrung'; 328 ,0 mein’
Erixena'. Dagegen blieb Hiatus stehen: 230 Fremdlinge. 0',
wo allerdings nach der Interpunction ein neuer Auftritt beginnt:
235 ,Blicke ab'; 241 ,Du Eigensinnige! ich'; 242 ,der
oberste im‘; 243 ,Waise, als'; 247 ,der grosse Alexander';
260 ,eure Ehrfurcht'; 274 ,höchste Ehre'; 286 ,glaubte. —• O
Erixena'; 300 ,Der Könige entsetzt'; 307 ,mütterliche Erde';
320 ,zitterte; ich'; 329 ,neue Adern'.
Also auch in dieser Beziehung zeigt sich hier grössere
Flüchtigkeit. Von Vers zu Vers habe ich 93 Fälle von Hiatus
gezählt.
In der Vorrede zu diesen drei Uebersetzungen konnte
Schlegel bereits sagen: ,Das Silbenmass, dessen ich mich
in der Uebersetzung bediene, gewinnt in Deutschland mehr
und mehr Beifall'; und gewiss hat er durch die Uebersetzung
von sechs grossen Dramen gern gelesener Dichter viel zur
Verbreitung desselben beigetragen, wenn auch keine Aufführung
der Stücke nachzuweisen ist, worauf man eigentlich
schliessen müsste nach seinen Worten, dass ,man die vorzügliche
Bequemlichkeit desselben zur Declamation erkennt'. 2
1 Schlegel gebraucht das Wort mit andern Zeitgenossen statt ,einzig 1 ,
vgl. 290 ,Die eingc Speise 1 ; Deutsches Wörterbuch 3, 207.
2 Die Recension in der Bibi. d. sch. W. (17G5, S. 76) meint, es würde
vielleicht das beste Mittel sein, dass die deutschen Schauspieler ihre
Rollen mit Verstand lernen müssten, wenn sie nicht immer die gleiche
Caesur und die lieben Reime hätten, auf den sie unterwegs liegen bleiben.
Vgl. Allg. d. Bibi. 1 (1765), S. 299.