Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

596

TT  arte  1.

Steinmetz  führte  ja  ein  mechanisches  Abzählen  der  Stücke  leicht
auf  den  Defect,  der  Wortlaut  der  Decrete  ebenso  oft  auf  die
richtige,  wie  auf  die  falsche  Ergänzung.  Ein  sicheres  Zeugniss
für  die  nachträgliche  Verbesserung  der  Formel  tw  opp.w
in  soo^£  vT]  ßouXrj  y.ai  tw  ä^p.w  hat  die  Besprechung  der  Inschrift
62  oben  (S.  580)  ergeben.
Auf  nr.  183  (ad'  b"  h  gi  s'  f")  ist  es  möglich,  an  Stelle  von
icf  am  Schluss  des  Präscriptes  cs/  herzustellen  und  zwar  c
in  der  Form  sSo^s  tw  ,  die  mit  Rücksicht  auf  den  Wortlaut ­
  des  Beschlusses  allein  richtig  ist,'  wie  sich  später  zeigen
wird;  denn  das  jetzt  ergänzte  huXvpwe  y.upi'a  hat  die  gleiche
Stellenzahl  wie  eooce  tw  ot)|j.w,  und  selbst  eine  kleine  Um-egelmässigkeit
  der  33stelligen  Zeile,  wie  sie  durch  ssoijsv  hervorgerufen ­
  würde,  wäre  nicht  unzulässig,  ja  auch  diese  noch  durch
die  eine  Stelle  cedirende  Schreibung  TcpuTavsac  vermeidbar  (vgl.
spuTOvea?  186).  Ferner  stammt  die  Inschrift  höchst  wahrscheinlich
aus  01.  112,  1  =  332/1,  also  aus  einer  Zeit,  wo  man  erst  den
Bestandtheil  i  (sy.y.Xpm'a,  sy.y.Xpcda  y.upta)  den  Protokollen  einzufügen ­
  begann,  daher  derselbe  noch  nicht  regelmässig  erscheint,
wie  er  z.  B.  nr.  174,  2  aus  01.  112,  1,  nr.  176  und  178  aus
01.  112,  3  und  4  vermisst  wird.  Bedenklich  aber  bleibt  die
Abfolge  af  an  Stelle  der  regelmässigen  sc/;  denn  wohl  haben
wir  oben  mehre  Belege  für  cef  aber  auch  nicht.einen  sicheren
für  a  f  aufbringen  können  (vgl.  S.  585).
In  222  gestatten  die  Raumverhältnisse  das  defecte  Protokoll ­
  (-  -  b"-  g  -  e"  -/")  mit  allen  Bestandteilen  zu  restituireu
ad’  b"  h  git"  cf",  obwohl  sich  aus  den  wenigen  Trümmern  des
Decretes  nicht  mit  Sicherheit  bestimmen  lässt,  ob  eoo^e  tw  opp.w
oder  Ecoiji  -cp  ßouXp  y.a’t  tw  opp.w  ursprünglich  geschrieben  war.
Der  Umstand,  dass  keine  Spur  auf  die  probuleumatische  Formel
führt,  über  die  gleich  ausführlich  zu  handeln  sein  wird,  macht
mir  die  erste  Form  sehr  wahrscheinlich.  —  Sicher  hingegen
ist  432  eSoljsv  tw  Bpp.w  vor  f"  einzustellen.
Anders  liegt  die  Sache  bei  329,  2  (d'f"),  wo  wir  es  mit
einem  Rathspsephisma  zu  thun  haben.  Hier  gilt  die  durch  zahlreiche ­
  andere  auf  einem  Stein  vereinigte  Psephismen  dieser  Art
zu  bestätigende  Beobachtung,  dass  man  sich  in  solchen  Fällen
die  ausführliche  Form  des  Protokolls  gern  erliess,  die  man  bei
einem  für  sich  bestehenden  Decret  nicht  vernachlässigen  durfte,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.