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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Studien  über  attisches  Staatsrecht  und  Urkundenwesen.  I.

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sich  Kirchhoff  a.  a.  0.:  In  his  (praescriptis)  non  tarn  archonbis
quam  scribae  nomen  omissum  offensioni  est.  Suspicari  igitur  licet
cum  Kumanude,  alterum  illud  decretum  prius  factum,  cuius
vs.  76  mentio  inicitur,  in  alia  tabula  seorsum  exaratum  nostraeque
a  sinistra  adpositum  olim  fuisse;  quod  decretum,  quum  eadem
Antiochidis  prytania  sed  alio  die  factum  esset  scribaeque  nomen
haberet  praescriptum,  non  erat  cur  in  alterius  decreti  posterioris
  praescriptis  id  nomen  repeteretur  necessario,  erat  cur
epistatae  nomen  diserte  commemoraretur,  quo  dies  scilicet  significaretur
  a  prioris  decreti  die  diversus.  Ich  habe  mich  nicht  von
der  Richtigkeit  dieser  Vermuthung  überzeugen  können:  zwar  will
ich  nicht  gegen  die  aufgestellte  Beziehung  der  Präscripten  anführen, ­
  dass  ja,  wenn  die  des  verlorenen  Decretes  bis  auf  den
durch  den  Präsidenten  bezeichneten  Versammlungstag  mit  den
des  erhaltenen  identisch  waren,  dann  auch  die  Wiederholung  von
d  (’Avtio^i?  sirpuTavEue)  unterbleiben  konnte;  denn  was  möglich
war  und  wofür  früher  Belege  gegeben  wurden,  war  nicht  auch
in  allen  Fällen  nothwendig  und  wir  werden  auch  das  weniger
wahrscheinliche  nicht  ablehnen,  wenn  andere  Umstände  dafür
sprechen.  Aber  es  muss  Befremden  erregen,  dass  die  Eidesformel
nicht  von  Antikles,  sondern  von  D.iognetos  beantragt  wird,
und  doch  bezeichnet  sich  Antikles  deutlich  genug  in  Z.  40—42
als  jenen,  der  diese  Eidesformel  in  Antrag  gebracht  und  er
bezeichnet  weiter  seinen  Antrag  und  die  Eidesformel  als  ein
untrennbares  Ganze:  to  os  d^icp.a  tooe  juxt  tov  opy.ov  ava^padia:
’AQ^vvjai  p.ev  tov  ypocpp.axsa  trjs  ßoukrji;;  denn  ich  kann  tot  opy.ov  in
diesen  Worten  nur  von  Z.  1—39  der  Inschrift,  nicht  aber  von
dem  grösser  geschriebenen  HOPKOS  am  Schluss  derselben  verstehen, ­
  so  bestechend  auf  den  ersten  Blick  Kirchhoff’s  Deutung
dieses  Wortes  erscheint:  denique  quod  in  vacua  lapidis  parte
his  subicitur  grandioribus  litteris  exaratum  vocabidum  opy.oo,  iurisiurandi
  id  formulae  loco  est,  quae  una  cum  decreto  lapidi  ut  incideretur
  supra  vs.  57  seq.  praeceptum  est.  Nur  wer  mit  attischem
Brauch  unbekannt  ist,  könnte  sich  daran  stossen,  dass  eine
solche  Kleinigkeit  wie  die  Aufschrift  durch  Volksbeschluss  ausdrücklich ­
  geregelt  würde.
Antikles  hat  sich  an  der  betreffenden  Stelle  etwas  kurz,
aber  ganz  wie  der  Antragsteller  CIA.  I  nr.  20  Z.  11  avaypd'ia:
oe  to  tji^ipt<T|Aa  toos  y.ai  tot  opy.ov,  61“  Z.  27  ava^pa^avTa;  tou^  te
            
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