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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Studien  übey  attisches  Staatsrecht  und  Urkundenwesen.  I.

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litteris  minus  diductis  exaratus  est.  Es  war  nämlich  für  die  betreffende ­
  Zeile  die  Sänctionirungsformel  s'So^s  tw  ävjpw  vom  Steinschreiber ­
  in  Aussicht  genommen,  wodurch  dieselbe  auf  27  Stellen,
den  anderen  Zeilen  entsprechend,  gekommen  wäre.  Die  Einsetzung ­
  der  längeren  Formel  eoo^e  Tr (  ßouAij  y.at  tm  Sijpw  brachte
ihr’  um  12  Stellen  mehr,  für  die  zum  Theil  durch  gedrängtere
Schrift  und  die  ungewöhnliche  Abkürzung  Oivai.  Platz  geschaffen
wurde.  Ein  anderes  Beispiel  bietet  nr.  193,  Z.  4,  wo  Köhler
ergänzte  Ar ( paor;c  Ay)[ij.sou  Haiav.]  sTjcsv;  Böckh  CI  Gr.  I  nr.  96  hatte
edirt  Ay]p<x3y]C  Av;[poi8ou  Aoou.]  eirav,  ex  more  eius  aetatis  wie  er
bemerkt  decurtato  demi  nomine,  etenim  etsi  non  par  ubivis  litterarum
  numerus  est,  nee  cTot^oov  scriptum  lioc  decretum  videtur,
tarnen  plenum  nomen  AAKIAAII2  nimis  longum  est.  Den  Irrthum
über  die  Zugehörigkeit  dieser  Familie  zum  Gau  der  Lakiaden
berichtigte  Böckh  selbst  in  den  Urlc.  üb.  d.  Seewesen  S.  234.
Dass  das  Demotikon  llaiavtsüc  in  der  That  nicht  ausgeschrieben
war,  wird  demnach  nicht  zu  bezweifeln  sein.  Leider  ist  uns
von  dem  Ehrendecret  des  Eurylochos  und  Akesander  nicht  so
viel  erhalten,  um  sagen  zu  können,  ob  es  von  Staatswegen  ausgefertigt ­
  und  aufgestellt  worden  war  oder  ob  der  Stein  wie
andere  zahlreiche  Proxeniedecrete,  zu  welcher  Gattung  er
gehören  dürfte,  nur  eine  private  Abschrift  des  Beschlusses
enthielt.  Letzteres  wird  durch  den  Mangel  eines  wichtigen  Bestandteiles ­
  des  Protokolls,  der  Sänctionirungsformel  (c),  wahrscheinlich. ­

Ihre  eigentliche  Stelle  innerhalb  der  Psephismen-Texte
haben  die  Abkürzungen  zunächst  der  Demotika  in  Personenverzeichnissen, ­
  wie  von  Gesandten,  Eidabnelnnern,  Steuerträgern, ­
  Trierarchen  u.  dgl.  m.,  indem  das  Individuum  nicht
durch  die  Zufügung  des  Vaternamens,  sondern  des  demotischen
als  völlig  bezeichnet  galt  und  dieser  trotz  starker  Abkürzung
hinreichend  erkennbar  blieb.  So  linden  wir  in  dem  Verzeichniss
der  Eidabnehmer  nr.  64,  welche  Inschrift  von  Köhler  in  den
Mittheil.  d.  d.  arch.  Inst.  II  209  ff.  durch  einen  neuen  Fund
ergänzt  und  von  Foucart  Revue  archeol.  1878  S.  228  in  einigen
dieses  Verzeichniss  betreffenden  Punkten  berichtigt  und  erklärt
wurde,  Mevcov  IIo~d  •  l l ,l ./.cydpr,c  'Pap.  •  [  ]  •  |  ©opt'y.'..
neben  Aioy.Arj?  ’AXwxex/ij0ev  zum  Schluss;  in  einem  gleichen  Verzeichniss ­
  nr.  14 b  Z.  14  [..  .  .Jy.Xvjc  ’Ep-/i.,  15  [  a]pyjc  llaia.;  in
            
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