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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

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Hartei.

ausser  den  bereits  aufgezählten  Inschriften,  welche  das  alte
Formular  in  seiner  Reinheit  repräsentiren,  nur  wenige,  wo  der
Schreiber  mit  seinem  blanken  Namen  aufgeführt  wird;  es
sind  l c ,  2.  17 b .  27.  55.  Sonst  hat  überall  der  Schreiber  sein
Demotikon  (ich  bezeichne  dies  durch  b')  oder  Demotikon  und
Vaternamen  (ich  bezeichne  dies  durch  b").  Die  Fälle  der
ersten  Art  sind  selten,  nämlich:  nr.  l b ,  1.  2.  23.  ’AOvjvatov  VI
S.  269  aus  01.  101,  2  nr.  52.  52 b .  52',  1.  ’AGr'vawv  V  516  aus
01.  104,  2  .  nr.  66.  73,  1.  2.  76.  105 b .  125.  191  und  ’AOvjv.
VI  158.  Davon  gehören  52.  52 b .  52'  in  ein  Jahr  01.  103,
1  =  368  /  7  v.  Chr.;  ebenso  die  beiden  an  letzter  Stelle  genannten
und  zwar  in  01.  115,  1  —  320/19  v.  Chr.  Dieselben  haben
das  Eigenthümliche,  dass  neben  dem  YpaggaTsic  der  ävaypacs'jc
erscheint  und  dieser  wenigstens  an  der  Spitze  der  Inschrift
stehend,  mit  Vaternamen  und  Demotikon  ausgezeichnet  ist.
—  66  mag,  nachdem  durch  66 b  eine  kürzere  Namensform  des
Schreibers  festgestellt  ist,  Vaternamen  und  Demotikon  gehabt
haben.  Was  aber  73,  1.  2  betrifft,  so  stammt  das  erste  Decret
aus  den  ersten  Jahren  nach  Euklid  und  kann  ganz  wohl  die
Form  des  jüngeren  beeinflusst  haben;  in  dem  älteren  wird
Eukles,  in  dem  jüngeren  Philokles,  vermuthlich  Eukles’  Sohn,
das  Heroldsamt  verliehen  (vgl.  Kirchhoff  im  Hermes  I  15  ff.).
In  125  steht  b'  aus  Versehen  (vgl.  124.  126).  In  nr.  109  aus
01.  108,  2  =  347/6  v.  Chr.  wurde  sogar  der  vom  Steinschreiber
übersehene  Vatername  des  Schreibers  zwischen  den  Zeilen  nachträglich ­
  eingefügt.  Jedenfalls  wird  man,  wie  die  Dinge  jetzt
liegen,  in  dem  mit  dem  blossen  Demotikon  versehenen  Namen
des  Schreibers  ein  wenn  auch  nicht  untrügliches,  so  doch  unverächtliches
  Indicium  höheren  Alters  erblicken  dürfen,  eine
Erinnerung  an  jene  Zeit,  wo  es  von  Bedeutung  war,  den
Schreiber  durch  sein  Demotikon  näher  zu  kennzeichnen.  Das
war  aber  die  Zeit  vor  363  v.  Chr.,  als  die  Person  des  Schreibers
mit  jeder  Phyle  wechselte  und  das  Amt  noch  nicht  ein  jähriges
war.  Denn  man  scheint,  worauf  nach  Böckh  zum  CIG.  I  nr.  81
jüngst  wieder  Foucart  aufmerksam  machte  (Revue  archeol.  1878
S.  120),  den  Schreiber  einer  anderen  als  der  herrschenden  Phyle
entnommen,  d.  h.  aus  den  nicht  prytanirenden  Buleuten  erloost
zu  haben,  wenn  man  aus  acht  zu  solcher  Beobachtung  allein
geeigneten  Inschriften  l b ,  Z.  20.  8.  14 b .  17.  17 b .  23.  50.  52'.  Revue
            
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