Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Studien  über  attisches  Staatsrecht  und  Urkundenwesen.  I.

547

ha  nr.  37,  Z.  47.  260  (a  in  abweichender  Form  ijpye  oh
’A0T)vai'oti;  Apcmwv).  273,  Z.  2  und  25.  301.
b'a  nr.  176.  194.
Weit  seltener  wird  der  erste  Rathsschreiber  ohne  den  Archonten
zur  Bezeichnung  des  Jahres  verwendet  und  zwar  in  den  Rechnungen ­
  der  Vorsteher  öffentlicher  Bauten,  so  nr.  299  (&').  303.
304  frg.  c  (p.  160).  306  frg.  d.  308.  309  frg.  e.  315.  Dass
aber  auch  Psephismen  nach  ihm  allein  datirt  wurden,  darf  man
vielleicht  aus  nr.  31  Z.  14  ff.  ßovjöstv  Ta[?  toXei?  |  ü>q  y.a-uä
xaq  qo^pa<fäq,  a[i  stt!  .  .  |  ]tou  Ypap.p,aTe6oVTO<;  syevov[to  TTSpl
t[wv  toXe]ü>v  tüv  sxt  0pav:-qq  schliessen.  Ein  inschriftlicher  Beleg
ist  dafür  nicht  aufzubringen.  Alles  zusammengefasst  erwachte
also  das  Bedürfniss  bei  den  Athenern,  ihre  öffentlichen  Decrete
zu  datiren,  spät,  etwa  zu  Anfang  des  peloponnesischen  Krieges
und  gelangte  erst  nach  und  nach  zu  festen  Formen  und  consequenter
  Befriedigung.
Aber  lebhafter  fast,  wenn  die  Zahl  der  erhaltenen  Fälle
einen  solchen  Schluss  gestattet,  als  das  Bedürfniss  der  Datirung
machte  sich  ein  anderes  geltend,  die  besondere  Bezeichnung
des  Schreibers,  welchem  in  den  Decreten  selbst  der  Auftrag,
sie  auf  Stein  schreiben  und  an  bestimmtem  Orte  aufstellen  zu
lassen,  gegeben  wird.  Auch  dieser  neue  Bestandtheil  wird  dem
Formular  cdhef  vorausgeschickt,  nicht  selten  mit  dem  Namen
des  Archonten  zusammen  und  wie  dieser  durch  grössere  Schrift
und  Absatz  ausgezeichnet.  Fast  nirgends  aber  erscheint  an
dieserStelle  der  Namen  des  Schreibers  blank  wie  ausnahmslos
im  Innern  des  Formulars,  sondern  mit  seinen  Attributen
ausgestattet,  und  zwar  entweder  mit  dem  Namen  des  Vaters
und  dem  Demotikon  (45  IIpox^sT)?  A-capßcu  Euwvup.su?  sypapp-aTsuE,
46  und  wohl  auch  20,  58)  oder  dem  Demotikon  (59,  1
Aößuv  ev.  Ivy)owv  E-fp.,  61  At6-yv<]T0<;  «hpsappto?);  nur  einmal  steht
der  Vatername  allein  (40  «taiywciroi;  (bpuvfycu),  während  in
einigen  Fällen  die  triimmerhafte  Erhaltung  nur  so  viel  sicher
erkennen  lässt,  dass  nicht  der  blosse  Namen  aufgeschrieben
war  (22 B .  63)  oder  für  sich  keinen  Schluss  auf  die  Existenz
eines  oder  beider  Attribute  gestattet  (8.  22".  22°.  46".  62.
67.  70.  71.  73.  75.  96).  Auf  33  und  33"  steht  der  blosse
Namen,  aber  die  Form  der  Aufschrift  ist  wie  bemerkt  eine
singuläre.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.