Nachträge zu japanischer Dialectforschung.
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auch in Gedichten vor. Es ist derselbe Vogel, den mau masikodori
,Hänfling' nennt. Das Weibchen heisst ama-uso.
Uso-fuku ,pfeifen 1 bedeutet: den Gesang des Vogels Uso
nachahinen. In dem Zi-no kagami steht dafür usormt (V? y/ ),
In den Erzählungen finden sich die Formen uso-utsi-fuki-te
und nso-wo fuku. Der Sinn ist derselbe wie in dem Worte
fato-fuku ,gleich einer Taube pfeifen'.
Es gibt eine Maske, welche uso-fuki ,das Pfeifen' heisst.
Dieselbe hat den Gesichtsausdruck eines Pfeifenden.
TJdaku ist in dem Nippon-ki die Lesung von ^ ,in die
Arme nehmen'. Gewöhnlich sagt man idaku.
Utage ist in dem Nippon-ki die Lesung von ,ein Fest'.
Man hält es für die Zusammenziehung von utsi-age ,das Erheben',
nämlich das Erheben des Bechers. Die Erklärung uta-age
in dem Sinne von ,Lieder singen und den Becher erheben' wird
für minder wahrscheinlich gehalten.
Utagawaraku-zva ,es ist zu zweifeln' ist so viel als ntagawavu-wa.
Die Rückkehr von raku ist ru.
Für utata-ne ,sich niederwerfen' sagt man im gemeinen
Leben korobi-ne.
Für uta-jomi ,Dichter' sagt man auch jomi-bito.
Uta-ura ist das Wahrsagen aus Gedichten und Liedern.
Eine ähnliche Wahrsagung heisst tan-zaku no ura ,das Wahrsagen
aus kurzen Schrifttafeln'.
Uta-awase ,ein Wettstreit der Dichter'. Ein solcher war
seit den Zeiten des Kaisers Mura-kami (947 n. Chr.) an dem
Hofe von Mijako Sitte gewesen.
Uta-gusari ,eine Kette von Gedichten' ist etwas wie monzi-gusari
,eine Kette von Schriftzeichen'. Man hat auch ,drei
Ketten' (nii-tsu-gusari) und Insectenketten (musi-gusari).
Utsi-bi-sasu, durch ft B M ausgedrückt, hat die Bedeutung,
dass durch die Zwischenräume eines Gegenstandes
die Sonne hereinscheint. Die in dem Man-jeo-siu vorkommende
Verbindung utsi-bi-sasu o-o-mija, ,der grosse Palast, durch welchen
die Sonne herein scheint', bezeichnet den hohen Bau des
Palastes.
Udzui - mono ,ein mit verschränkten Beinen sitzender
Mensch' bezeichnet im gemeinen Leben einen stolzen Menschen
(ogoru-mono).