Erasmiana. I.
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nennt ihn denn auch seinen ,Patronus incomparabilis 1 , 1 dessen
,mirum erga me Studium non semel expertus sum‘.
Ueber Ortuinus Gratius, J. Lange, an die kein Brief des
Erasmus bisher bekannt ist, sowie über den an Schidlowski,
Viglius und Eilenbog wird bei dem Briefe selbst das Nöthige
gegeben werden.
Die Verwirrung in der chronologischen Anordnung der
Briefe in den bekannten Ausgaben ist eine so ausserordentliche,
dass der Herausgeber mehrfach Versuche gemacht hat, dieselbe
aufzuhellen. Freilich bekennt er selbst, sind seine Vorarbeiten
noch nicht so weit gediehen, um dieses nicht zu umgehende
Experiment im Grossen jetzt schon unternehmen zu können, er
musste sich auf einige kleinere Fälle beschränken. Eine neue
Biographie des Erasmus aber wird nicht früher mit Erfolg
gearbeitet werden können, bevor nicht Ordnung in dieses Chaos
gebracht wurde. Freilich verlangt diess eine ebenso resignationsvolle
als zeitverschlingende Untersuchung! Dennoch wird
sie unternommen werden müssen, der Herausgeber betrachtet
diese Arbeit als eine seiner nächsten wissenschaftlichen Aufgaben,
an die er — sobald er mehr Müsse haben sollte —
herantreten wird.
1 Opera III. 1096 F.