Nachträge zu japanischer Dialectforschung.
33
Itsurtsu-gasane ,fünf Schichten“ ist ein sieben-, acht- bis
zehnmal gefuttertes Kleid, welches im gemeinen Leben -p Hl [|'{
ziu-ni-tan ,zwölf einfache Kleider“ genannt wird. Gegenwärtig gebraucht
man ausschliesslich ein fünffaches Futter. Man sagt auch
H itsu-tsu ,fünf Kleider“. Es gibt deren, bei welchen
alle fünf Schichten von einerlei Farbe sind, ferner solche, bei
welchen die Farbe bei jeder einzelnen Schichte wechselt. Man
findet für dieses Kleid auch das Wort (nana)-tsu-ginu
,sieben Kleider“.
Itsu-tomo-no fumi ist die Lesung von go-kib ,die
fünf mustergiltigen Bücher“ China’s.
Für ina ,nein“ sagt man im gemeinen Leben innija
(1 2S -
Inadaki hat in dem Kami-jo-bumi die Bedeutung ,Haarschopf“.
Man sagt, es sei so viel als itadaki ,Scheitel“. In dem
Zi-no kagami hat ,Haarschopf“ die Lesung itadaki.
Für inu ,Weggehen“ sagt man gegenwärtig in-nuru
oder inuru. Inuru towo-ka ,die vergangenen zehn Tage“. Obgleich
in der gemeinen Sprache inuru bloss die Heimkehr der
Menschen, welche gekommen sind, bezeichnet, drückt es einfach
das Fortgehen (juhu koto) aus.
In dem Zi-no kagami hat m ,Treppenstufe“ die Lesung
i-nuld ( -f ijz). Auch auf Schiffen findet sich ein Ort,
welcher i-nuki heisst.
Wi ijflt I-i-bo ( -f ,ein gekochtes Reiskorn“.
Bo ist so viel als tsubo ,Korn“. Ist auch die Lesung von
,Reiskorn“ allein.
In dem Wa-mei-seö ist i-i-bo (i t *") die Lesung
von ( jj + Jt) 0 ,Warze“. Davon das jetzt übliche Wort
ibo ,Warze“.
Me-ibo hat die Bedeutung me-no ibo ,Warze des Auges“.
In Si-koku wird die Bewirthung bei dem Opfer (matsuri-ni
furumawaruru koto) durch me-ibo-ni juku ,zu dem Warzenauge
gehen“ ausgedrückt.
I-i-gai ,ein Reislöffel“. Für dieses Wort sagt man gegenwärtig
siaku-si. An der Gränze des Reiches Idzumi findet
sich ein Teich Namens i-i-gai-no ilce ,der Teich des Reislöffels“.
Derselbe heisst so von seiner Gestalt.