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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Emendationen  zur  Naturalia  Historia  des  Plinius.  II.

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Die  bestimmte  Bezeichnung'  des  Triumphes  im  zweiten
Satze  (Hispaniensi  triumpho)  setzt,  wie  mir  scheint,  mit  Nothwendigkeit
  voraus,  dass  auch  im  Vorausgehenden  eine  nähere
Bestimmung  bei  triumphi  sui  nicht  gefehlt  hat.  Es  könnte  einer
der  vier  Triumphe  in  Frage  kommen,  die  Cäsar  ausser  dem
Spanischen  gefeiert  hat,  der  Gallische,  Alexandrinische,  Pontische
  oder  Africanische.  Da  aber  Plutarch  Caes.  55  ausdrücklich ­
  die  Bewirthung  des  Volkes  an  den  Schluss  der  vier
im  Verlaufe  eines  Monats  im  Jahre  46  v.  Chr.  gefeierten
Triumphe  setzt  und  auch  die  Darstellung  des  Sueton  Caes.
37  f.  so  verstanden  werden  muss,  so  wird  dieselbe  als  cena
triumphalis  jenes  vierfachen  Triumphes  anzusehen  sein  und
es  dürfte  quaterni  hinter  dictatov  ausgefallen  und  mithin  zu
schreiben  sein:
non  et  Caesar  dictatov  quaterni  triumphi  sui  cena  etc.
Zu  dem  Gebrauche  des  Distributivum  im  Singular  und
im  Sinne  des  Multiplicativum  vgl.  Plin.  13,  57  septeno  ita  numerosa
  partu  per  singulas  aestates.  28,  228  septeno  circuitu.  Neue
Lat.  Formeul.  II,  S.  170  f.  Kühner,  Ausführl.  Gr.  d.  lat.  Spr.
I,  §.  150,  2.  Zumpt  Gr.  §.  119.
14,  136.
Flos  vini  candidus  prohatur.  rubens  triste  signum  est,  si
non  is  vini  colos  sit,  item  vasa  incalescentia  operculave  sudantia.
quod  celeriter  florere  coeperit  odoremque  trahere  non  fore  diutinum.
ipsa  quoque  defruta  ac  sapa,  cum  sit  coelum  sine  luna,  hoc  est
in  sideris  eins  coitu,  neque  alio  die  coqui  debent,  praeterea  plumbeis
  vasis,  non  aereis,  nucibusque  iuglandibus  additis;  eas  enim
fummn  excipere.
So  bieten  die  neuesten  Ausgaben,  zum  Theil  allein  nach
dem  Palimpsest.  Im  Vorausgehenden  hat  indirecte  Rede  geherrscht, ­
  abhängig  von  traduntque  et  haec  praecepta  §.  133.  Am
Schlüsse  von  §.  135,  mit  den  Worten  aperiri  vetant  etc.  geht
der  Schriftsteller  in  die  directe  Rede  über,  springt  jedoch  nach
der  Ueberlieferung  aller  Codices  mit  non  fore  diutinum  ganz
willkührlich  wieder  zur  indirecten  ab,  um  so  willkürlicher,  als
sich  oratio  obliqua,  wenn  er  zu  derselben  zurückkehren  wollte,
ganz  natürlich  und  ohne  weitere  Vermittlung  an  prohatur  an-
            
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