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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

J.  Müller.  Emendationen  zur  Naturalis  Historia  des  Plinius.  II.

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Emendationen  zur  Naturalis  Historia  des  Plinius.
Von
Joh.  Müller,
Professor  an  der  Universität  zu  Innsbruck.

II.

9,  41.
Ipsis  (vitulis  marinis)  in  sono  mugitus,  unde  nomen  vituli.
accipiunt  tarnen  disciplinam  voceque  pariter  et  visu  populum
salutant,  incondito  fremitu  nomine  vocati  respondent.
An  visu  ist  schon  Pintianus  nicht  vorübergegangen,  und
wenn  auch  die  Augen  dieser  Thiere  als  s'chön  und  sie  selber
als  neugierig  geschildert  werden,  so  ist  doch  nicht  abzusehen,
wie  sie  durch  ihren  blossen  Blick  das  fragliche  Kunststück
hätten  machen  sollen.  Es  müsste  zugleich  eine  Bewegung  des
Kopfes  oder  vielmehr  des  ganzen  Vorderkörpers  damit  verbunden ­
  gewesen  sein;  dann  aber  wäre  eben  diese  Bewegung
die  Hauptsache  und  nicht  der  Blick  das  Merkwürdige  gewesen.
Da  nämlich  diese  Thiere  kurze  Finnen  und  einen  kurzen  Hals
haben,  müssen  sie,  um  sich  umsehen  zu  können,  den  Vorderkörper ­
  etwas  erheben.  Und  dieser  Umstand  grade,  scheint  es,
muss  festgehalten  werden  bei  dem  Versuche  die  Ueberlieferung
zu  verbessern.  Denn  an  ein  Lachen,  wie  Detlefsen  vermuthete
und  risu  schrieb  statt  visu,  wird  bei  diesen  Thieren  nicht  gedacht ­
  werden  können,  eher  mit  MaihofF  an  eine  Art  Zuwinken,
wenn  nur  nicht  nutu  von  den  überlieferten  Schriftzügen  (visu
—  iussu)  doch  etwas  weit  abläge.  Da  diese  Thiere,  wie  gesagt,
um  sich  umsehen  zu  können,  den  Vorderkörper  aufrichten
müssen,  indem  sie  den  Hinterkörper  gegen  die  Erde  stammen,
so  wird  es  nicht  schwer  gefallen  sein,  sie  an  diese  Bewegung
            
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