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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Bericht  über  die  Ergebnisse  einer  Reise  nach  Constantinopel.

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Chaulän  (Sprenger  380),  deren  Wadi,  die  zum  Theil  nach
Marib,  zum  Theil  in  den  Gauf  abfliessen,  zum  Theil  endlich
sich  in’s  Meer  ergiessen,  der  Ordnung  nach  beschrieben
werden. 1
Es  sei  hier  gelegentlich  bemerkt,  dass  das,  was  Jäqut
(IV,  434  ff.)  s.  v.  über  die  Districte  Jemen’s  mittheilt,
aus  dem  Gazirat  al-'Arab  geschöpft  ist,  nur  hat  er  viele  Gegenden ­
  nördlich  der  Beled  Hamdän  als  ,Micliläfe'  bezeichnet,  die
nicht  mehr  zu  Jemen  gehören  und  bei  Hamdani  auch  nicht
unter  diesem  Namen  aufgezählt  werden.  Auch  hat  er  nicht
immer  verständig  excerpirt  und  die  Reihenfolge  der  Michläfe
zum  Theil  verändert.
Wir  kommen  nun  zu  den  Beled  Hamdän,  dem  Lande,
aus  dem  die  meisten  himjaritischen  Inschriften,  die  wir  kennen,
stammen  und  in  dem  die  altjemenische  Tradition  am  längsten
lebendig  geblieben  ist.  Beide  Gelehrte,  denen  wir  Nachrichten
über  das  alte  Jemen  verdanken,  al-Hamdani  und  Neschwän,
sind  im  Beled  Hamdän  geboren.  Hamdäni  widmet  auch  seinem
engeren  Vaterlande  einen  eigenen  Abschnitt  und  beschreibt  die
Beled  Hamdän  und  den  Gauf  mit  grosser  Genauigkeit  und
Ausführlichkeit.  Derselbe  Abschnitt  über  die  Beled  Hamdän
befindet  sich  auch  im  zehnten  Buch  des  Iklil,  das  die  Genealogie ­
  der  Banü  Hamdän  enthält.  Es  ist  natürlich,  dass  dieses
Buch  für  das  Verständniss  einzelner  Partien  des  Gazirat  al-'Arab
von  grösstem  Nutzen  ist.
Das  Gebiet  der  Beled  Hamdän 2 ,  das  im  Osten  bis  zur
grossen  Wüste,  im  Westen  bis  Tihäma,  im  Norden  bis  Sa'da,
und  im  Süden  bis  San'ä  reicht,  wird  durch  eine  von  Sa'da
nach  San'ä  gezogene  Linie  in  zwei  Theile  getheilt,  von  denen
der  östliche  vom  Stamme  Bakil,  der  westliche  vom  Stamme
Eläschid  bewohnt  wird.  Aus  dieser  Grenzangabe  geht  hervor,
dass  auch  der  Gauf  zu  den  Beled  Hamdän  gerechnet  worden
ist,  wie  ja  thatsächlich  der  Gauf  von  Banü  Hamdän  bewohnt ­
  wird.

1  S.  190:  jS'iXä.Xs
2  S.  192:  jJl>
            
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