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Mi kl o sich. Beiträge 7.ur Kenntnis.e der Zigeunermundarten. IV
wo z. B. die Gruppe st noch nicht in ht, th übörgegangen
war. Dieser Versuchung- wird man widerstehen, wenn man bei
dem Studium der Dardusprachen wahrnimmt, dass dieser Übergang-
nicht alle indischen Sprachen ergriffen hat. Man wird
dann zugeben, dass die Auswanderung nicht in irgend einer
sehr fernen Vergangenheit stattgefunden haben müsse, sondern
sich spät hat vollziehen können.
Für die Annahme einer Wanderung der Zigeuner aus
Indien oder aus einem andern von indisch redenden Menschen
bewohnten Lande in zwei von einander sehr weit abstehenden,
vielleicht durch Jahrtausende getrennten Perioden gibt es nicht
einmahl einen Wahrscheinlichkeitsgrund. ,Dass erneute und
tiefere Forschung unter, der unzweifelhaft indischen und modernen
Oberfläche mehr oder weniger zahlreiche Spuren eines
älteren Standes der Sprache, der uralte Wanderungen aus
Indien oder irgend einem anderen Lande bewiese, ergeben
würde, dazu ist nach meiner Ansicht keine Hoffnung vorhanden.
Die Sprachwissenschaft hat die allermeisten Rätsel des Zigeuneridioms
gelöst, und dieses Idiom ist bis zum neunten Jahrhundert
die einzige Quelle unserer Kenntniss von den Schicksalen
der letzten Ankömmlinge aus jenem Weltteil, den wir
als die Wiege der europäischen Menschheit ansehenJ Andere
Ansichten über diesen Gegenstand sind niedergelegt in Paul
Bataillard, Etat de la question de l’anciennete des Tsig-anes
en Europe pour servir d’introduction a la question de l’importation
du bronze dans le nord et l’occident de l’Europe par les
Tsiganes. Paris. 1877.
Zusatz. In I. b) 1. wird mochoricko durch ,von Molk
übersetzt: man beachte jedoch rumun. mohortt scharlachfarben.
Wenn in den Sprachen des Nordwesten Indiens von den
Lautgesetzen Abweichungen eintreten, so dürfen die betreffenden
Worte als einer anderen indischen Sprache entlehnt angesehen
werden.