Beiträge zur Kenntniss der Zigeunermundarten. IV.
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Anda lala duj jaklia,
Für ihre zwei Augen,
35 kaj si Jcäle sar duj dralca,
die sind schwarz wie zwei Trauben,
ih’ anda lala duj cuce,
und für ihre zwei Brüste,
kaj si sar duj Jcuce,
die sind wie zwei Töpfe,
anda lakz duj jaklia
für ihre zwei Augen
muklem munra £ora da.
verliess ich meine arme Mutter.
Ein Tanzlied, das die grösste Wirkung hervorbringt. Bei
nicht tanzenden Weibern macht sich der Enthusiasmus in
Thränen Luft. Der Text, dessen einzelne Theile mit einander
nur lose Zusammenhängen, rechtfertigt diese Wirkung nicht;
sie muss auf Rechnung der Melodie gesetzt werden, die als
wunderschön, von Lebenslust strotzend bezeichnet wird. Der
Refrain: lume me (serb. svete moj) soll das Gefühl der Seligkeit
ausdrücken. Die heftige Erregung der Gemüter gibt meist
zu einer Rauferei Veranlassung, der im Freien bald die Versöhnung
folgt. Vers 6. 11. ist mir unklar.
II.
Vorn, vösa zelenona!
O Wald, Wald, grüner!
As ta, te zav prekal tute,
Lasse, dass ich gehe durch dich,
oda hiro, kaj me Sundom,
das Gerücht, dass ich hörte,
muH pas hl mri dajöri
todt liegt mein Mütterchen
5 le voszska la po diate,
an dem Walde sie am Ende,
zelenona la iärete.
auf dem grünen Grase.
Dalfoj, dalkz, mri dajöri.
Mütterchen, Mütterchen, mein Mütterlein.