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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Beiträge  zur  Kenntniss  der  Zigeunermundarten.  IV.

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Anda  lala  duj  jaklia,
Für  ihre  zwei  Augen,
35  kaj  si  Jcäle  sar  duj  dralca,
die  sind  schwarz  wie  zwei  Trauben,
ih’  anda  lala  duj  cuce,
und  für  ihre  zwei  Brüste,
kaj  si  sar  duj  Jcuce,
die  sind  wie  zwei  Töpfe,
anda  lakz  duj  jaklia
für  ihre  zwei  Augen
muklem  munra  £ora  da.
verliess  ich  meine  arme  Mutter.
Ein  Tanzlied,  das  die  grösste  Wirkung  hervorbringt.  Bei
nicht  tanzenden  Weibern  macht  sich  der  Enthusiasmus  in
Thränen  Luft.  Der  Text,  dessen  einzelne  Theile  mit  einander
nur  lose  Zusammenhängen,  rechtfertigt  diese  Wirkung  nicht;
sie  muss  auf  Rechnung  der  Melodie  gesetzt  werden,  die  als
wunderschön,  von  Lebenslust  strotzend  bezeichnet  wird.  Der
Refrain:  lume  me  (serb.  svete  moj)  soll  das  Gefühl  der  Seligkeit ­
  ausdrücken.  Die  heftige  Erregung  der  Gemüter  gibt  meist
zu  einer  Rauferei  Veranlassung,  der  im  Freien  bald  die  Versöhnung ­
  folgt.  Vers  6.  11.  ist  mir  unklar.
II.
Vorn,  vösa  zelenona!
O  Wald,  Wald,  grüner!
As  ta,  te  zav  prekal  tute,
Lasse,  dass  ich  gehe  durch  dich,
oda  hiro,  kaj  me  Sundom,
das  Gerücht,  dass  ich  hörte,
muH  pas  hl  mri  dajöri
todt  liegt  mein  Mütterchen
5  le  voszska  la  po  diate,
an  dem  Walde  sie  am  Ende,
zelenona  la  iärete.
auf  dem  grünen  Grase.
Dalfoj,  dalkz,  mri  dajöri.
Mütterchen,  Mütterchen,  mein  Mütterlein.
            
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