Deutsche Studien.
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Der knecht. Es geht jm wie eim schwachen man,
Wies alten leHtten pflegt zugehn
Bethuel. Den son den möcht ich gerne sehn,
Der knecht. Es ist ein feiner heldt vorwar
Ich redts on alle lügen zwar,
Dein tochter die sol an jn han
Ein auserwelten fromen man,
Es ist in jm ein Erbar gmüt
Der liebe Gott jn stetz behüt.
Mutter. Wie gehts der alten mutter denn
Der kn echt. Die wird nu schir wider auffstehn,
Mutter. Ey lieber aber ist sie tod?
Ach gnad jr ja der liebe Gott,
Wolan wir sein all sterblich zwar
Am Schluss der Scene ordnet Bethuel grosse Bewirthung
der Gäste an, und VI. 3 finden wir die Mutter mit drei Mägden
in Berathung. Sie ist gerade ungerüstet, hat kein Wildbret,
weiss nicht, wo sie welches kriegen soll; da die Gäste so spät
gekommen sind, müssen sie eben für lieb nehmen. Eine Magd
bittet die Frau, zu sorgen, dass das Essen nicht lange beim
Feuer stehen muss, sonst verliert es Geschmack und Ruch;
eine andere erinnert sich, dass sie die Gastbetten noch machen
müsse, ,abgewürtzet' (geräuchert) hat sie bereits und sonst
Alles in Kammern, Küche und Kellern bestellt: sie ist nämlich
Schliesserin und Bettfrau.
Gegessen wird aber drinnen im Haus; VI. 4 lungert ein
Knecht ,auf der Strasse' herum, ein anderer weist ihn zurecht,
sie prügeln sich, eine Magd kommt dazu, der Oberknecht u. s. w.
Im Gegensatz zu unserer obigen Erfahrung an der Magdeburger
Susanne müssen wir hier eine wirkliche Decoration voraussetzen:
Strasse vor einem Haus mit Laube.
In der nächsten Scene VI. 5 ist es schon Morgen. Die
Mägde sind aufgestanden, die eine hat Zweifel, ob es den
Gästen geschmeckt habe? Diese hätten indessen viel ,tranckgelt'
gegeben u. s. w. VI. 6 recapituliren auch die Brüder:
Kemuel. Ein guten spitz hast nechten du.