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Scherer.
Das Stück selbst ist äusserst breit; es folgt beinahe
sklavisch der Bibel und behandelt c. 12—24 der Genesis;
bleibt einmal ein Capitel weg, so tritt der Actor auf und erzählt
es; derselbe erlaubt sich auch sonst, selbst mitten in der
Scene, erläuternde Bemerkungen und am Schlüsse zieht er die
nöthigen Lehren aus dem Ganzen. Die selbständige Erfindung
des Dichters ist auf einen ganz engen Kreis eingeschränkt.
Knechte und Mägde scheinen ihn besonders zu interessiren.
Eine sehr wunderliche Scene ist III. 5, zwischen Genesis
20, 7 und 20, 8 eingeschoben, wahrscheinlich zur Charakteristik
der schrecklichen Nacht, in welcher Gott Abimelech den
Tod drohte, falls er Sara nicht zurückgäbe. Es werden uns
vorgeführt ,Zwen Kauffleut die irre gehn'. Sie sind vielmehr in
der Nacht irre gegangen und haben sich eben wieder zurecht
gefunden, ergehen sich in Recapitulationen:
Ich danck es Gott zu dieser frist
Das es doch nur tag worden ist,
Solcher nacht bescher vns ja Gott
Nicht vil, vorwar es wer mein tod,
Für ängsten stürb ich gewislich ....
Ich mein wenn der Mond hett gethan
Wir solten recht sein komen an,
Der Mond halff vns an meisten zwar
Weil er scheinet so hell vnd klar,
So war es ja so greslich nicht
Wie dünck dich aber vmb die licht?
Die in dem feld zu rings vmb her
Schwirmten die gantze nacht so sehr?
Der Erste. Was solt mich dunclcn? Darhey war zwar
Nicht vil gutes sag ich vorwar,
Das horstu an dem heulen wol
Ich liabs gesehn zum offtermal,
Frag nichts darnach. Bins gwonet nu
Der Ander. Ich aber töcht traun nicht darzu.
Der Erste. Gewonheit tliut vil bey der such
Ey ey, Weistu was ich itz lach?
Der Ander. Traun nein ich zwar, Hui sag mirs fluck
Der erst. Das du heint fielst so vbern stock,
Das gfiel mir doch so mechtig wol