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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

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Scherer.

Das  Stück  selbst  ist  äusserst  breit;  es  folgt  beinahe
sklavisch  der  Bibel  und  behandelt  c.  12—24  der  Genesis;
bleibt  einmal  ein  Capitel  weg,  so  tritt  der  Actor  auf  und  erzählt ­
  es;  derselbe  erlaubt  sich  auch  sonst,  selbst  mitten  in  der
Scene,  erläuternde  Bemerkungen  und  am  Schlüsse  zieht  er  die
nöthigen  Lehren  aus  dem  Ganzen.  Die  selbständige  Erfindung
des  Dichters  ist  auf  einen  ganz  engen  Kreis  eingeschränkt.
Knechte  und  Mägde  scheinen  ihn  besonders  zu  interessiren.
Eine  sehr  wunderliche  Scene  ist  III.  5,  zwischen  Genesis
20,  7  und  20,  8  eingeschoben,  wahrscheinlich  zur  Charakteristik ­
  der  schrecklichen  Nacht,  in  welcher  Gott  Abimelech  den
Tod  drohte,  falls  er  Sara  nicht  zurückgäbe.  Es  werden  uns
vorgeführt  ,Zwen  Kauffleut  die  irre  gehn'.  Sie  sind  vielmehr  in
der  Nacht  irre  gegangen  und  haben  sich  eben  wieder  zurecht
gefunden,  ergehen  sich  in  Recapitulationen:
Ich  danck  es  Gott  zu  dieser  frist
Das  es  doch  nur  tag  worden  ist,
Solcher  nacht  bescher  vns  ja  Gott
Nicht  vil,  vorwar  es  wer  mein  tod,
Für  ängsten  stürb  ich  gewislich  ....
Ich  mein  wenn  der  Mond  hett  gethan
Wir  solten  recht  sein  komen  an,
Der  Mond  halff  vns  an  meisten  zwar
Weil  er  scheinet  so  hell  vnd  klar,
So  war  es  ja  so  greslich  nicht
Wie  dünck  dich  aber  vmb  die  licht?
Die  in  dem  feld  zu  rings  vmb  her
Schwirmten  die  gantze  nacht  so  sehr?
Der  Erste.  Was  solt  mich  dunclcn?  Darhey  war  zwar
Nicht  vil  gutes  sag  ich  vorwar,
Das  horstu  an  dem  heulen  wol
Ich  liabs  gesehn  zum  offtermal,
Frag  nichts  darnach.  Bins  gwonet  nu
Der  Ander.  Ich  aber  töcht  traun  nicht  darzu.

Der  Erste.  Gewonheit  tliut  vil  bey  der  such
Ey  ey,  Weistu  was  ich  itz  lach?
Der  Ander.  Traun  nein  ich  zwar,  Hui  sag  mirs  fluck
Der  erst.  Das  du  heint  fielst  so  vbern  stock,
Das  gfiel  mir  doch  so  mechtig  wol
            
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