der Hebung, an den schlechten Versschlüssen mit schwerer
letzter Senkung, an den auftactlosen klingenden Zeilen kein
Zweifel bleiben kann. Selbst in dem Lazaruslied (1546) finden
sich Verse wie ,Vnser erster vater Adäm‘, Scansionen wie
verstorbenen, und die klingenden Verse müssen liier augenscheinlich
durch Betonung des schwachen e stumpf gemacht
werden, z. B.
Der vmb der sünd willn gestorben
Dardurch er vns gnad erworben
Helff vns durch sein aufferstehnng
Welch ist vnser rechtfertiguug.
Aber die der Zeit nach nächsten Nachbarn des Magdeburger
Stückes können nicht ohne weiteres dem Typus B zugeschrieben
werden. Allerdings auch nicht dem Typus A.
Bios das Lied von der Welt Sitten (1537) ist rein und tadellos
accentuirt; .aber was beweisen sieben Strophen? Die sieben
ersten Strophen des Lazarusliedes sind fast ebenso gut, wenn
man nur den Eigennamen grössere Freiheit vergönnt.
Insofern könnten Aulularia, Zusätze zu Ham, Judith und
Mundus dem A beigemessen werden, als darin in der That
nicht mechanisch gezählt wird und die in Hebung gesetzten
schwachen e seltener auftreten als bei B und in Greff’s Werken
von 1540 ab. Auch das mehrfach nachweisbare Fehlen der
letzten Senkung würde stimmen. Allein die zahlreichen zweisilbigen
Auftacte und schweren zweisilbigen Senkungen, die
auftactlosen Verse, die mehrfach begegnenden fünfmal gehobenen
Zeilen, der durchgängige Mangel an Fluss und Glätte entfernen
uns bestimmt von A. Man nehme z. B. aus dem Prolog
der Judith Verse wie ,Was mag aber bessers auff erdn | Was
mag bessers sein oder erhört werdn' und dann wieder ,Auff
das wir möchten sein'; aus der Aulularia b 5' ,Sie körnen offt
vnd borgen leuchter, | Hackmesser, bratspies, den morser'.
Es sind nur ein paar Beispiele von vielen. Für B dürfen dann
geltend gemacht werden klingende Reimpaare wie (Aulul. dö'):
Wie dünckt dich doch, du hörests gern
Es sol dir nicht so gut werden
Jud. b 5' Das wir dis volck schlahen solten
Wir stelten vns gleich wie wir woltu