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Scherer.
Durch den unreinen Doppelreim muss der Verfasser die
fünf Hebungen für entschuldigt gehalten haben. Er macht
sonst dem Principe der Silbenzählung insofern eine gewisse
Concession, als er klingende Zeilen weit seltener zulässt wie
stumpfe; und da einzelne dieser, klingenden Ausgänge noch
oft durch Schreibung stumpf werden, so kann man zweifeln,
ob das nicht für alle durchzuführen wäre.
Auch im ganzen dritten Act kann ich nur A erkennen.
III. 1 (b 3') ist zu lesen: Wir wollen (statt: wolln) yn vorkäuffen
so mehr: man darf ,vorkauffn' schreiben. Eine wirkliche
Nachlässigkeit muss III. 2 (b 6) vorliegen: Das sol vnser
entschuldigung sein; entweder ,vnser entschuldgung' oder ,vnsr
entschuldigung'.
IV. 1 wird durch einen Monolog Josephs von B eröffnet.
Eine Zeile wie ,In die grübe worffen sie mich' könnte A niemals
schreiben. Es sind Versschlüsse vorhanden wie züm
besten than hast, vber hüb fast, vörlest nicht, angenem sey, sehen
hynein. Auch die Betonung tröstlich (: dich) ist uns schon bekannt.
Ebenso treten die merkwürdigen klingenden Reimpaare
wieder auf, nur nicht mit derselben silbenzählenden Pedanterie
geschrieben; z. B.
Doch du mir erhielst das leben
Sie dir nicht kontten wider streben,
nach der früheren Methode wäre ,strebn' geschrieben.
Aber alles Uebrige in dem Act hat A verfasst. Die
Schlusszeile von IV. 5 ist die schlechteste: ,Sich nu des hoffmeisters
knecht kümpt'. Aber A und B gebrauchen das Wort
,hoffmeister' zweisilbig, wir dürfen den Vers daher mit fehlender
letzter Senkung lesen. In c 8 ,Die körn sollen schütten
auff' kann man annehmen, dass ,korn £ Hebung und Senkung
füllt (Anz. f. d. Alterth. 1, 251); vgl. d 8 ,Sie sacken ytzt
das körn schon'; e 2 ,Vnd dencket nicht das zorn sey'.
V. 1 ist von A. Der letzte Vers wol zu lesen ,Las dirs
yn des auch wöl ghan.
V. 2 im Ganzen von B, vgl. besonders die Reime ehr :
brüder, brüdern : ehrn, zornig : güttig. Doch möchte ich die
Rede Josephs (Vorwar vorwar nu hör ich frey), so wie die
Rede Rubens (Wolan yhr brüder dencket zu) dem A zuschreiben
(auch möglicherweise die Reden Neptalims, Sebulons,