Deutsche Studien.
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so in II. 5. 6 Schenk und Bäcker von Pharao ins Gefäugniss
geschickt, Josephs Traumdeutung; so IV. 8 die Gespräche der
Brüder auf der Heimreise. In II. 7 heisst es, nachdem Pharao
das Urtheil über die Gefangenen gefällt hat: ,TIie mag von
wegen zufelliger gefahr und schand das hencken des Beckers
nachbleiben etc.'. Diese Henkescene findet sich bei Gart.
Der fünfte Act enthält folgende Scenen:
1. Deus und Jacob wie im Magdeburger Stück.
2. Zwölf Engel, jeder sagt vier Verse; sie sind beauftragt,
Jacobs Haus und alle frommen Menschen überhaupt gegen
die Teufel zu schützen.
3. Beelzebub, Schwartz Nickel, Vielzuthun, drei Teufel.
Beelzebub gibt ihnen Auftrag, den Jacob auf seiner Reise nach
Aegypten nicht passiren zu lassen. Vielzuthun erklärt aber:
O weli es ist zu lang geharrt
Sie sind mit Engeln gar verwart.
4. Jacobs Ankunft in Aegypten: darin wieder Gart benutzt.
5. Joseph zeigt Pharao den Tod seines Vaters an. Pharao
bezeigt sein Beileid.
Ob V. 2. 3 Leschke’s eigene Leistung sind oder aus einer
besonderen Quelle stammen, konnte ich bis jetzt nicht ermitteln.
Auch bei Goezius wird der abziehende Jacob von
Engeln begleitet, die sich in ihren Gesprächen darüber auslassen,
dass sie ihn gegen die Teufel zu schützen haben.
Leschke’s Verse sind ziemlich gut; er setzt in der Regel
kein schwaches e in die Hebung, höchstens im zweisilbigen
Wort zu Anfang des Verses, wo schwebende Betonung möglich,!
Hiermit führt er nur durch, was sich bereits grossen
Partien des Magdeburger Stückes nachrühmen lässt.
In der That halte ich den Unterschied des Versbaues für
das wichtigste Kriterium, um die beiden betheiligten Verfasser
zu erkennen, die ich vorläufig nur mit A und B bezeichnen will,
indem ich A für die guten, B ■ für die schlechten Verse verantwortlich
mache. Leider ist es nicht immer möglich mit
Sicherheit schlechte oder gute Verse zu constatiren; die Ueberlieferung
erweist sich als unzuverlässig in Bezug auf Tilgung
oder Setzung des schwachen e; Emendationen nach dieser