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Scherer.
Mecha. Dein schön gestalt die raachts vorwar,
Ach Joseph lieber diener zart
Ich bitt dich ytzt auff dieser fart,
Woist dich yn meinen willen geben
Es sol vorwar bey meinem leben,
Vorschwigen bleiben stetticklich
Es sols kein inensch erfaren nicht,
Joseph. Ach fraw las mich mit dem zu fried
Vorwar vorwar ich thu es nitt.
Vnd ob dus gleich vorschweigen wilt
Dis alles doch bey mir nicht gilt,
Die gunst des lieben herren dein
Darüber auch die trewe mein,
Dis alles mir viel lieber ist
Mecha. Gedenck das du alleine hye bist,
Allein bey mir vnd niemandts mehr
Es soll dir sein on als gefehr,
Horts doch noch sichts kein menseh vorwar
Joseph: aber Gott sähe es. Mecha: lass dich doch nicht
so bitten. Joseph: wenn er auch ihren Willen thäte, so hätte
er keine Ruhe in seinem Gewissen darnach; der Herr habe
ihn zum Schaffner gemacht, solle er sein Vertrauen so missbrauchen.
Mecha setzt ihm von Neuem zu, er weigert sich
wieder.
Mecha. Wolan Joseph so sag ich zwar
Ich hab mirs fürgesetzt so gar,
Hab mirs so gantz gebildet ein
Es kan vnd mag nicht anders gsein,
Vnd wiltu nicht gern, so must du baldt
Joseph. Ach fraw du thust mir hie gewalt,
Man muss annehmen, dass er zugleich entflieht.
Mecha. O Zeter zeter mein grosses leidt
Ihr lieben knecht yr lieben meidt,
Wo seidt yhr doch, ist niemandt do?
Seruus. Ach liebe fraw wie schreistu so?
Ancilla. Ey liebe fraw was ist dir nott?
Mecha. O wlie o whe erbarm es Gott,
Ich bin doch kaum das darf? ich sagn
So sehr erschrocken all mein tag,
Wer hat dir den nur leidt gethan?
Ach liebe fraw, das zeig vns an,
Seruus.