Deutsche Studien.
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deburg auff dem Sclifi | tzenhoff, ym 1534. jar, gehalten.“ Am Schluss: gedruckt
zu Magdeburgk durch Michel Lottlier. 1534“. 40 Bl. 8°.
Der Titel ist in einen Holzschnittrahmen eino-eschlossen,
der nicht ursprünglich hierzu dienen sollte, sondern die Ermordung
Kains darstellt. Noch in demselben Jahre erschien
bei demselben Drucker eine zweite Ausgabe (Heyse 2140), im
nächsten Jahre eine dritte zusammen mit der Susanna (nach
Goed. §. 147 Nr. 117 zuerst Magdeb. 1534) — nach den Typen
zu sehliessen wieder bei demselben Drucker: den Titel siehe
Weim. Jb. 4, 206; einen weiteren Druck der beiden Stücke siehe
hei Maltzahn Bücherschatz S. 177 Nr. 1082. Aus der Angabe
ihres Titels ,im 1535. iar gehalten' darf man nicht auf eine
zweite Aufführung sehliessen, denn die Jahreszahl kann willkürlich
eingesetzt sein; es ist allerdings aber auch möglich
dass das mit so viel Beifall aufgenommene Stück wirklich
wiederholt wurde.
Die ,Zu Magdeburgk Donnerstag nach Laurenti 1534'
(13. August) datirte Vorrede ist dieselbe geblieben. Darin
meldet der Drucker, das Stück sei von vielen Fremden angesehen
und so viele Abschriften davon begehrt worden, dass
man der Nachfrage nicht genügen konnte. Er habe mit schwerer
Mühe ,von den jenigen so diese Historiam yn solche ordenung
vnd reyme vorfasset' die Erlaubniss zum Druck erlangt, ,Der
vrsachen halben, das sie solches spiel gar yn kurtzer zeyt,
vnd mit grosser eyl also zusamen gebracht, Vnd dasselbige
an etzlichen örtern gern gebessert vnd verändert hotten'.
Diese Angabe stimmt gerade so zu Greff’s eigener Charakteristik
des Stückes, wie sich das ,lieblich und nützharlich'
des Titels in dem Erzväterspiele wiederfindet.
Es ist unnöthig eine nähere philologische Untersuchung auf
Sprache, Vers, Reim und künstlerische Behandlung zu wenden,
da ein äusseres Document hinzukommt, welches jeden Zweifel
hebt und uns die vielleicht widerspruchsvollen Resultate einer
solchen Untersuchung zum voraus erklärt.
Der Druckei- hat ganz recht von den Verfassern im
Plural zu reden. Nach dem Epilog des Stückes folgt ,Ein
bitt zu Gott' um Ausbreitung des göttlichen Wortes und Vernichtung
der falschen Lehre. Die Anfangsbuchstaben der Zeilen
bilden, wie schon in Heyse’s Exemplar und dann von Herrn
Sitzuogsber. d. phil.-hist. CI. XC. Bd. 11. Ilft. 14