Kritische Beiträge zum IY. Buche der horazischen Oden.
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zweier Verse angenommen) noch im Archetyp der I. Classe
unsere Ode sich mit vier hätte dividieren lassen. Wir werden
also g-ut thun, auf jenes ,urkundliche Zeugniss' für das Meineke’sche
Gesetz kein besonderes Gewicht zu legen. — Was
die Verdächtigung der ganzen achten Ode durch Kiessling,
commentatio Horatiana de carm. IV 8, betrifft, so schliesse ich
mich den abwehrenden Kritiken von J. Häussner a. a. 0. und
von Fritzsche in Bursian’s Jahresbericht 1876 II S. 232 f.
vollständig an. Letzterer sagt unter Anderem: ,Es liegt, wie
Häussner klar macht, gar nichts Zwingendes vor, warum bei
den Worten marmora incisa notis publicis durchaus an ..Statuen
zu denken sei, welche Augustus setzen liessh
18. Auch an eiiis qui hat man unberufener Weise Anstoss
genommen und den Ausdruck für unpoetisch und unmöglich
horazisch erklärt. Man wollte eben Gründe finden, um die
Verse non — rediit (15 med. — 19 med.) auszuwerfen. Horaz
gebraucht is in den Oden zweimal, hier und c. III 11, 18. In
den serm. und epist. dreissigmal, und zwar is qui epist. I 1, 65.
eum qui serm. I 3, 80. 4, 88. id quod serm. II 3, 177, epist.
I 1, 24. eo quod serm. I 4, 108. ea quae epist. I 1, 47. II 1, 81.
Auch andere Dichter scheuen sich nicht vor der Verwendung
von eius; so Ovid. trist. III 4, 27. Senec. Thyest. 300. Sehr
ähnlich ist auch c. IV 9, 51 non Ule.
IV 8, 25.
25. Ereptum Stygiis fluctibus Aeacum
Virtus et favor et lingua potentium
27. Vatum divitibus consecrat insulis.
Statt Aeacum hat die III. Classe exclus. X' u' und R x
aequum (F 3' L b p, Turic.), ein Beweis, wie Formen mit cu in
quu verwandelt wurden. Mit dem Gerechten, welcher den
Fluthen der Hölle entrissen wird (idest, quemquam hominem
iustnm erklärt gloss. p), vgl. die ähnlichen klösterlichen Varianten,
die zu c. IV 6, 14 aufgezählt sind.
28. Dignum laude virum Musa vetat mori.
28. Diesen eine abgeschlossene Sentenz bildenden Vers
werfen Viele aus, welche eben gerne irgend einen Vers des