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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

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Keller.

mundi  zu  mundo.  Die  Lesart  muneris  empfiehlt  sich  auch
desswegen  sehr  wenig,  weil  zwischen  zwei  mit  s  schliessenden
Verspaaren  dann  noch  ein  fünfter  mit  s  schliessender  Vers  eingeschoben ­
  würde.
13.  Non  incisa  notis  marmora  publicis,
Per  quae  spiritus  et  vita  redit  bonis
15.  Post  mortem  ducibus,  non  celeres  fugae
Reiectaeque  retrorsum  Hannibalis  minae,
17.  Non  incendia  Karthaginis  impiae
Eius,  qui  domita  nomen  ab  Africa
19.  Lucratus  rediit,  clarius  indicant
Landes,  quam  Calabrae  Pierides:  neque
21.  Si  chartae  sileant  quod  bene  feceris,
Mercedem  tuleris.
15.  celeres  fugae  —  celeris  fuga].  Letzteres  bloss  in  A'BV
(C  fehlt),  also  in  der  II.  Classe  (Mavortius).  Die  aus  den
Stammcodices  der  I.  und  III.  Classe  erschliessbare  Lesart  des
Archetyps  war  ohne  allen  Zweifel  celeres  fugae,  was  auch  bei
gleichem  Stimmverhältniss  als  lectio  difficilior  den  entschiedenen
Vorzug  verdienen  würde.  Celeris  fuga  ist  eine  Correctur  des
Mavortius,  um  den  ungewöhnlichen  Pluralis  von  fuga,  vielleicht
auch  den  dreimaligen  Versschluss  auf  ae,  zu  vermeiden;  dabei
kann  auch  die  Reminiscenz  an  celerem  fugam  Parthi  c.  II  13,  17
bei  Mavortius  eingewirkt  haben.
17.  Dieser  Vers  hat  die  meiste  Anfechtung  im  ganzen
Horaz  gefunden.  Es  drängt  sich  dabei  ein  äusseres  und  ein
inneres  Bedenken  auf.  Das  äussere  besteht  in  der  Vernachlässigung ­
  der  Diärese:  allein  das  Gleiche  kommt  (wenn  auch
zufällig  nicht  mehr  in  den  wenigen  ganz  gleichartigen  Gedichten ­
  c.  I  1,  III  30)  denn  doch  auch  sonst  in  asclepiadeischen
vor:  c.  I  18,  16:  per  j  lucidior,  vgl.  auch  c.  II  12,  25:  de  \
torquet;  und  hier  liegt  im  Eigennamen  eine  ganz  besondere
Entschuldigung,  vgl.  c.  III  24,  4. 1  Auch  bei  Sappho  fr.  56
B  e  r  g  k  haben  wir:
Sv)  vtoxa  Av)  |  oav  öaztvOivov.

1  Ausserdem  vgl.  gerade  in  Beziehung  auf  Vernachlässigung  von  Diärese
oder  Cäsur  folgende  Analogie.  L.  Müller  (welcher  hier  selber,  dem
            
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