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Keller.
Ausserdem stellt Hülsenbeck die merkwürdige Emendation
adulterae statt ab ubere auf.
Vielleicht ist auch mancher geneigt, der folgenden Bemerkung
von Schütz beizupflichten: ,In der überlieferten Lesart
liegt nichts Bedenkliches ausser der von Bentley getadelten
Wortfülle ab ubere depulsum und dazu noch lacte. Ist das
wirklich ein Grund zur Verdächtigung? Eine ähnliche Wortfülle
ist z. B. c. I. 37, 9; wenn man will, auch c. IV 1, 24
und öfter. Lade depelli [wie schon Jani sagt] ist zu Einem Begriff
geworden, zu dem ab ubere immerhin überflüssiger, aber
doch nicht falscher Weise [ornatus et copiae causa sagt Jani]
hinzugefügt ist'. Allein es ist sehr möglich, dass wir schon
damit zu viel zu Ungunsten des Dichters einräumen; er wollte
eben vielleicht den Begriff ,der Milch' entwöhnen nicht entbehren
und doch auch die Löwenmutter beschreiben; dann
war ab ubere unentbehrlich, weil Horaz doch nicht zu lade
einen Genetiv (matris) fügen konnte. — Düntzer, wie schon
Xylander, Chabot und Gesner, will über lac zusammennehmen,
sagt aber in demselben Athem, es schwebe dem Horaz Verg.
Georg. II (1. III) 187 vor: Iam primo depulsus ab ubere matris. Je
wahrscheinlicher letztere Behauptung ist, um so unwahrscheinlicher
ist die erstere, dass nämlich Horaz bei seiner Nachahmung
die ihm vorliegenden Worte ab ubere so verdreht
hätte, dass sie nicht mehr vom Euter, respective von den
Zitzen weg, sondern von dem reichlichen . . . weg bedeuten
sollten. Wo bei einem auf Klarheit Anspruch machenden
Autor von Milch die Rede ist, wird über, uberis, uberi, ubere
niemals reichlich, sondern stets Euter bedeuten. Eine wunderschöne
Parallelstelle haben wir bei Statius Theb. IX 739 ff.:
Ut leo cui parvo mater Gaetula, cruentos
Suggerit, ipso, cibos, cum primum crescere sensit
Colla iubis torvusque novos respexit ad ungues,
Indignatur ali tandemque effusus apertos
Liber amat campos et nescit, in antra reverti.
IV 4, 17.
17. Statt Raeti, wie jedenfalls im Archetyp stand, und
wie auch Acr.' las, ist seit Nie. Heinsius und Bentley die