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152 Keller.
beizeiten hat, rufen wir, die ganze römische Bürgerschaft, am
Triumphzuge theilnehmend, unzähligemal: Io triumphe! Io
triumphe! Ein nescio quis bei Jani, sowie Meineke und L. Müller
lesen Atque dum procedit, was auf Augustus bezogen einen
hübschen Sinn gibt; aber die Aenderung von Teque in Atque
ist gewaltsamer, als die von uns vorgezogene, es erklärt sieb
auch die Entstehung des Fehlers Teque nicht so einfach, wie
bei Tuque; dann ist procedit bloss in BO, also entschieden schwach
bezeugt. Man hat auch versucht, Teque zum vorhergehenden
zu ziehen und nach teque einen Punkt zu setzen (Canam, recepto
Caesare felix teque. Bothe; Fea liest wie wir tuque). Aber
diess ist aus rhetorischen Gründen zu verwerfen, weil dann
teque hinten nachhinken und der Satz damit förmlich abschnappen
würde. Bentley’s Voi’schlag, Isque dum procedit zu
lesen, ist gegen den Ton der liorazischen Lyrik. Die beigebrachten
Parallelen aus Vergil, wo Isque den Vers beginnt,
beweisen nur für den Gebrauch im erzählenden Gedichte.
Hier an unserer Stelle wäre Isque ausserordentlich frostig und
poesielos.
50. Statt non semel wollen mehrere (Schütz, Jeep und
Andere) nos simid lesen; Andere schlagen die archaische —
hier gewiss als unmotivierter Archaismus abzuweisende — Form
semol vor (Pauly, Fröhner, Linker). Diese Aenderung erscheint
überflüssig, ja unpassend, wenn wir procedis in dem allein nachzuweisenden
Sinne wirklichen Vorausschreitens nehmen. Dagegen
würde sie einen sehr hübschen Sinn geben, wenn procedis,
wie es Manche thun (z. B. Th. Kayser), aufgefasst werden
dürfte im Sinne von praeire = vorsagen, vorangehen mit
Worten. Schütz denkt auch an praecedis oder gar an praeibis.
Aber auch für praecedere ist die tropische Bedeutung von
praeire nicht erweislich, und praeibis dürfte eine zu gewagte
Veränderung der überlieferten Buchstaben sein. Ich möchte
entschieden an der oben auseinandergesetzten Lesung und Auffassung
festhalten.
IV 4.
13. Qualemve laetis caprea paseuis
lntenta fulvae matris ab ubere