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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 90. Band, (Jahrgang 1878)

Die  Sprache  der  Iroh-Saho  in  Abessinien.

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des  Kadi,  numCi-s  sähib  der  Freund  der  Frau,  abbä-n  numä  die
Gattin  des  Vaters.
c)  der  Genetiv  wird  auch  mittelst  -hi  ausgedrückt,  z.  B.
lä-hi  gos  die  Hörner  der  Kühe,  galäytö-hi  lälc  der  Fuss  des
Kameels,  giiffa-lii.  qamis  das  Hemd  des  Knaben,  nugiis-M  ydri
das  Haus  des  Königs.
Anmerkung.  Statt  -hi  wird  auch  ha  und  h  angewendet,
ebenso  blosses  i,  z.  B.  nugus-ha  ydri  und  nugus-i  ydri  das  Haus
des  Königs,  galäyto-y  hadö  Fleisch  des  Kamels.
d)  Häufig  wird  der  Genetiv  auch  so  ausgedrückt,  dass
das  dem  Sinne  nach  abhängige  Wort  als  absoluter  Nominativ
mittelst  des  possessiven  Pronomens  mit  dem  regierenden  Nennwort ­
  verbunden  wird,  z.  B.  ay  hiyäwti  käy  dbbä  yina  dieser
Mann  sein  Vater  lebte  =  der  Vater  dieses  Mannes  lebte.
C.  Der  Dativ  wird  meist  mittelst  -ak  nach  consonantisch
auslautenden  Nennwörtern,  -k  nach  vocalisch  endigenden  Nomina
ausgedrückt,  z.  B.  fards-ak  illo  ohöya  ich  gab  dem  Pferde
Korn,  äbbä-k  folö  tohöya  sie  gab  dem  Vater  Brot.
Anmerkung.  Wenn  mit  dem  Dativ  kein  Accusativ  verbunden ­
  ist,  so  erscheint  auch  der  Dativ  ohne  äusseres  Merkmal; ­
  z.  B.  dbbä  oho  gib  (es)  dem  Vater!
D.  Der  Accusativ  zeigt  keine  äussern  Merkmale,  in  der
Regel  steht  er  unmittelbar  vor  dem  Verbum,  dikil  äy  hiyäwd
moröhisa  er  führte  diese  Männer  ins  Dorf.  Nur  wenn  Dativ
und  Accusativ  in  einem  Satze  Zusammentreffen  und  der  Wortkörper ­
  des  Dativs  dein  des  Accusativs  an  Umfang  nachsteht,
geht  der  Accusativ  dem  Dativ  voran;  z.  B.  folö  yo  oho  gib
mir  Brot!  giräyto  äbbä-k  bah  bringe  Feuer  dem  Vater!  dagegen ­
  :  Abdalla-k  folö  ohöya  ich  gab  dem  Abdallah  Brot.
E.  Der  Vocativ  hat  in  der  Regel  ebenfalls  kein  äusseres
Merkmal,  z.  B.  y’  dbbä  o  mein  Vater!  dbbä  amö  komm’  o
Vater!  doch  findet  sich  bei  vielen  Nominibus  im  Vocativ  ein
Suffix  -u,  z.  B.  y  sayalä-u  amö  komm’  o  meine  Schwester!  ebenso: ­
  bürä-u  o  Sohn!  bärd-u  o  Tochter!  äbbä-u  o  Vater!  lubäk-u
o  du  Löwe!
F.  Die  Richtung  nach  einem  Ort  oder  Gegenstand  wird
mittelst  der  Postposition  -d  oder  -l  (gleichbedeutend  im  Gebrauche) ­
  ausgedrückt;  -d,  -l  werden  gebraucht,  wenn  das  Nennwort ­
  auf  einen  Vocal  auslautet,  als:  ydri-d,  ydri-l  ins  Haus
            
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