Die Sprache der Irob-Sahn in Abessinien.
105
Infinitiv
ägdäf Plur. dgdof
Subjunctiv
ä-gdäfo dass ich tödte
ä-gdäl-o dass ich breche ägddl „ dgdol
äftdr-o dass ich schaffe äftdr „ dftor
Beispiele, ägdäf umd das Tödten ist sündhaft, ägdof kn
dbor yälli intit-U nabd abdsos Jcinön Tödtungen und Beraubungen
(von bara, Infinitiv ähdr Plural dbor) sind in Gottes Augen
grosse Sünden.
2. Die gleiche Bedeutung kommt auch den Nomina mit
dem Präfix mä zu; die Bildung dieser Nomina erfolgt, indem
der obigen Infinitivform m- vorgesetzt wird, als: m-ägddf Plur.
m-dgdof das Tödten, die Tödtung u. s. w.
3. Wird an die vorangehende Form -a, fern. -d, Plur. -it
angesetzt, so erhält man das Nomen agentis, z. B.:
mägddf-a fern, mägdäf-d Plur. mägddf-it Mörder
märdg-a „ märäg-ü „ märdg-it Gelehrter (räga)
— r mä-thän-d
mätdlc-a „ mätäk-d
4. Die vorangehende Femininform mit verkürztem ä in
der letzten Stammsilbe stellt Verbalnomina des Ortes dar, sie
sind feminini generis und bilden den Plural auf -it, z. B.:
mägdafd Plur. mägddfit Ort des Mordes
märagd „ märdgit Sitz der Gelehrsamkeit
mäyagd „ mäydgit Grab (ynga begraben)
mäthand mätlidnit Mühle.
matlidn-it Müllerin (taJiana)
mätdk-it Schläger (tälca).
5. Statt des auslautenden -ä das Suffix -6 (gen. fern.) gesetzt,
erhält man Nomina, welche das Werkzeug einer Handlung
ausdrücken; der Plural wird gebildet, indem an dieses o
der Consonant des Auslautes gesetzt wird; z. B.:
mäbd Plur. mäbob Gehör, Werkzeug des Hörens (von ba)
mähatö „ mälidtot Kauwerkzeug (von hat.a kauen)
märagd „ märdgog Lehrbuch (von räga wissen)
mätako „ mätdkok Instrument zum Schlagen (v. talca schlagen).
6. Aus dem Perfectstamm werden ebenfalls Nomina gebildet
und zwar, indem man auslautendes ä der ersten Person
in ä verwandelt; diese Nomina drücken das Resultat einer
Handlung aus, sind feminini generis und bilden den Plural
nach Alt der vorangehenden Nomina; z. B.:
Sitzungsber. d pbil.-hist. CI. XC. Bd. I. Hft.
8