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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Joseph  Chmel.

trägt  seinen  Hauptleuten,  Verwesern  und  Richtern  auf,  alle  gegen
das  Stift,  dessen  Urkunden  vor  einigen  Jahren  meist  entfremdet  und
vernichtet  worden  sind,  auftretenden  Kläger  an  ihn,  den  König,
zu  verweisen,  er  werde  dann  Recht  sprechen  lassen  (Regesten  I,
Nr.  2278).  Der  Propst  zu  Eherndorf  hatte  von  Bernhard  von  Laakch
eine  Hube  im  Dorfe  Gutenstein  bei  der  Pfarrkirche  und  eine  Wiese
daseihst  erkauft,  beide  Stücke  waren  Lehen  des  Fürstenthums
Kärnten;  König  Friedrich  machte  am  7.  März  1448  dieselben  zu
freiem  Eigen  (Regesten  I,  Nr.  2428).  Eherndorf  hatte  übrigens  nicht
bloss  widrige  Schicksale  von  äusseren  Feinden  zu  erdulden,  auch
innere  machten  ihm  zu  schatfen;  so  erlässt  der  König  am  19.  September ­
  1448  einen  Steckbrief  gegen  einen  flüchtigen  Chorherrn,  der
bei  seinerEntwedchufig  allerlei  Stiftsgut  mit  sich  genommen  hatte.  Der
Auftrag  lautet  übrigens  auch  auf  andere  Chorherren,  falls  sie  aus
diesem  Stifte  entweichen  würden,  zu  greifen;  vermuthlich  gab  es
einen  inneren  Krieg,  wie  damals  so  manche  andere  geistliche
Comnmnitäten  innerlich  zerrüttet  waren  (Regesten  I,  Nr.  2483).
Der  Propstei  Werd  bestätigt  König  Friedrich  am  5.  Jänner
1444  zu  St.  Veit  sämndiche  Privilegien,  insbesondere  einen  Schiedsprueh
  des  Bischofs  Berthold  von  Bamberg  zu  ihren  Gunsten,  gegen
die  Finkensteiner  (Regesten  I,  Nr.  1588).
Die  Privilegien  des  Benedictiner  -  Klosters  St.  Paul  im
Lavantthale  bestätigt  er  am  2.  September  1449  ebenfalls  während
eines  Aufenthaltes  in  St.  Veit  (Regesten  I,  Nr.  2590).
Dem  Cistercienser-Ivloster  Vi  kt  ring,  gibt  er  1443  seine  Mühle
„an  der  Lankchwart  auf  der  Landstrass  bei  der  prukgen  gelegen,”
die  jetzt  Jakob  Kriechpaum  inne  hat  und  jährlich  2  Pfund  Pfge.
zahlt.  Auch  gestattet  er  aus  besonderer  Gnade,  dass  man  jährlich
zwölf  halbe  Fass  seines  Bauweines  auch  Zehent  und  Bergrechts  von
„Lembach”  und  „Pyker”  durch  die  Stadt  Marburg  und  auf  der
Strasse  durch  den  „Traawald”  nach  Viktring  führe  (Archiv  des
Finanzministeriums,  Ms.  Nr.  50  b,  fol.  14.)
Dem  Benedictiner-Kloster  St.  Salvator  zu  Millstatt  bestätigt
er  am  18.  August  1444  die  von  seinen  Vorfahren  erhaltenen
Privilegien  (Regesten  I,  Nr.  1(589)  und  zwei  Tage  später  (20.  Aug.
1444)  die  gefürstete  Freiung  im  Bezirk  seiner  Mauern  (Regesten  1,
Nr,  1692  it.  Nr.  1701).  Aus  einem  zu  Nürnberg  am  1.  October'1444
erlassenen  Gerichtsspruche  König  Friedrich’s  erhellt,  dass  Abt
            
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