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Joseph Chmel.
beiden andern vom Könige begünstigten Cistercienser-Klöster, Rein
und Neustadt, dieselbe Befugniss; auch können sie ihren jungen
Mönchen die minderen Weihen ertheilcn, so wie den Mönchen dieser
Klöster gestattet wird, dunkle Kleider zu tragen („vestibus seu pannis
brunis siye nigris uti”) und darüber goldene Kreuze (?). Die
Bulle reiht sich denen an, welche Papst Eugen damals dem Könige
ausstellte, als er sich definitiv ihm angeschlossen hatte (ddo. Rom,
S. Februar 1446, s. Regesten I, Nr. 2021, abgedr. bei Koplik:
Hist. Hospitalis etc. 1735, p. 15, unterm Jahre 1445).
Da die jährlichen zweihundert Mark Silber, welche von den
Herzogen Otto und Leopold dem Kloster Neuberg waren zur Herhaltung
der Gebäude zugesagt worden, seit einiger Zeit nicht ausgezahlt
wurden, so gab König Friedrich für sich und als Vormund K.
Ladislaus P. (eigentlich als Aeltester des Hauses?) zur Schadloshaltung
dem Kloster die einträgliche Pfarre Herrantstein (Hirnstein),
in Oesterreich (am 22. August 1446 , s. Regesten I, Nr. 2133) 1 ).
Am 13. Juni des folgenden Jahres (1447) erhielt das Kloster einen
neuen Beweis der königlichen Gunst in der Erlaubniss, in den Bächen
„Yischa” und „Wintbach” fischen zu dürfen (auf Klostergrund in
den Dörfern Yischa und Weikerstorf hei Neustadt; s. Regesten I,
Nr. 2292).
Da der königliche Rath Walther Zebinger zu Kranichberg sein
Haus zu Neust; 1 ,dt („in minner briider virtail zwischen Hern Mathiasen
des Kefer und Niclasen des Knarsclien hewser") an das Kloster Neuberg
vertauscht hatte gegen ein anderes daselbst („im egk ze nagst
dem purgkgraben steg bei den minnern brüdern gelegen” Tausch-Urkunde
vom 4. Jänner 1448 im Hausarchiv, Orig. Perg.), so bestätigte
K. Friedrich am 20. Februar 1448 diesen Tausch und übertrug
die auf dem früheren Hause des Klosters ruhenden Freiheiten auf
das neueingetauschte (s. Regesten I, Nr. 2425).
In Betreff der übrigen steierischen Mannsklöster haben wir bisher
nur wenige Notizen sammeln können. — So bestätigt K. Friedrich
am 23. Mai 1443 auf Bitte des Hanns Lauer zum Hannstein das von
*) Der Besitz; dieser Pfarre war nichts weniger als gesichert, Zehentholden weigerten
sich zum Beispiele durch längere Zeit, ihre Abgabe zu leisten. Am
3. März 145t erliess K. Friedrich einen Befehl an den Pfleger zu Starhemberg,
derleiRenitenten zu ihrer Pflicht zu verhalten (s. Regesten I, Nr. 3684).