Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Habsburgische  Excursc.

71

Was  insbesondere  die  Capitel  und  Klöster  des  Landes  betrifft,
so  waren  sie  an  den  Schutz  des  Landesfürsten  um  so  mehr  an-Landes-Eillen

  Friedrich  Zobelsberger  zum  Bannstein  bis  Martini  dieses  Jahres
zu  entscheiden,  kann  ich  jetzt  noch  mehrere  seitdem  aufgefundene  Actenstücke
  hier  mittheilen,  welche  auf  diese  Streitigkeiten,  wenn  schon  nicht  hinlängliches ­
  doch  jedenfalls  mehr  Licht  werfen,  als  uns  bisher  vergönnt  war.
1)  1444.  G.  April.  Salzburg.  Erzbischof  Friedrich  von  Salzburg  schickt
seinen  Secrctiir  Friedrich  Grenn"',  päpstlicher  Rechte  Licenciaten,  als  Bevollmächtigten ­
  zu  dem  Tage  (der  gütlichen  Ausgleichung  oder  rechtlichen
Entscheidung),  welchen  K.  Friedrich  ihm  (Erzbischof)  und  dem  Friedrich  Zobelsberger ­
  auf  den  Sonntag  hach  Georgi  bestimmte  („fm*  sein  kuniglicli  Maiestat, ­
  sein  Rete  und  Lanndlewte”).  —  Orig.  Papier.  (K.  k.  geh.  Haus-,  Hof-  u.
Staatsarchiv.)
2)  1444,  31.  Juli.  Passau.  K.  Friedrich  IV.  stellt  dem  Erzbischof  Friedrich ­
  von  Salzburg  einen  Schuldbrief  aus  über  viertausend  ungrische  Goldgulden, ­
  welche  Ihm  derselbe  haar  geliehen  hat  („zu  unsern  notdurfften”)  und
die  innerhalb  eines  Jahres  wieder  zurückgezahlt  werden  sollen  („zu  Lcybenncz
  in  dem  Slosz,  so  ir  vieztumb  daselbs  von  iren  wegen  innehat”).  —
Orig.  Perg.  (Hausarchiv.)
3)  „Es  ist  ze  merekn  Als  Fridreich  Zobelsperger  zwm  Sawnstain  ettwas
spriiehe  ze  habil  vermaint  zu  dem  hochwirdign  Fürst»  vnd  herrn  Kern  Fridricli
  Erczbisclipfn  ze  Saltzburg  von  einer  vischvrayd  bey  Lieclitcnwald  auf
der  Saw.  auch  von  wegn  ayner  behabnuss  so  der  benant  Zobelsperger  in  der
Landschrann  ze  Krayn  darüber  vermaynt  erlangt  liabfi  darum])  denselben  beden
  tailn  für  vnsern  allergnedigsten  herren  den  Römischen  kunig  auf  den  Suntag
  nach  sand  Jorgfi  tag  nächst  vergangn,  tag  benennet  was.  Also  ist  zwischfi
des  von  Salczburg  anwald  vnd  des  Zobelsperger  furgenommen  vnd  beredt
wardfi.  Hoch  auf  ain  anbringen  an  den  benanten  von  Salczburg  auf  solich  weg
das  bede  obbepant  tail  yetz  an  ainen  schub  nemen  sullfi  von  vnserm  allergnedigsten ­
  herren  dem  Rom.  kunig  auf  sand  Michelstag  schierst,  vnd  sulln  dazwisclm
  auf  sand  Bartholomeestag  schierst  ainen  tag  mit  einander  haldn  durchsicliselb
  oder  Ir  anweid  zo  Lieclilenwald  vnd  sol  daselb  yeder  tail  zwen
Spruchman  nyder  seczü  vnd  für  diseiben  vier  Spruchleut  sulln  bede  obbenant
tail  all  ir  notdurft  furbringen  lassen  der  sy  dabey  ze  genyessn  vermainen.
Möchten  dann  diseiben  vier  Sprecher  dy  benantn  bede  tail  in  der  gutlichait
vnd  mit  irem  wissen  nicht  veraynen  so  sulln  sy  auf  der  bemeltn  beder  tail
furbringen,  red  vnd  widerred  recht  spreche  —  vnd  wie  Sy  oder  der  merer  tail
aws  In  disclb  Sache  mit  dem  reclitn  entschaidii  dabey  sol  es  an  verrer  waygrum
  beleibn.  Wer  aber  daz  dyseiben  vier  Sprecher  zwayg  wurdn  vnd  zwen
auf  aynen  tail  viele  vnd  zwen  auf  den  andern,  so  sulln  sy  von  bedn  tayln
ganczn  volln  gwalt  habn  aws  den  nachbenanten  vier  mannen  hern  Erasifi
Liechtenwerger,  licrn  Andre  Sawrer,  Andreen  Raminger  oder  Leopoldn  Aspach,
  Ir  aynen  welhes  sy  all  vier  Sprecher  oder  der  merer  tail  aws  in  aynig
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.