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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

II.  J.  Z  ei  big.

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Executor  und  Cornmissär  bestimmt  *).  Innerhalb  50  Tagen  sollten
die  entfallenden  Geldsummen  von  jedem,  wie  immer  gearteten  Einkommen ­
  zu  Wien  in  der  Wohnung  des  Commissärs  entrichtet  werden. ­
  Den  Widerstrebenden  oder  Säumigen  traf  die  Exeommunication
ipso  facto  (4.  Aug.  1434).  Doch  erhielten  die  Basler  nur  die  Hälfte
der  eingelaufenen  Gelder,  da  sie  (12.  Sept.)  die  andere  Hälfte  und
zwar  nicht  bloss  aus  der  Passauer,  sondern  auch  aus  der  Trienter,
Brixner  und  Chiemseer  Diöcese  dem  Herzog  Albrecht  Y.  (welchem
sie  die  Einhebung  19.  April  empfohlen  hatten)  zur  Bestreitung  der
Kriegskosten  überlassen  hatten.
Auch  ein  Gesuch  der  Wiener  Hochschule  war  indess  zu  Basel
bewilligt  worden.  Sie  hatte  sich  (16.  April)  an  das  Concil  mit  der
Bitte  gewendet,  nach  dem  Vorgänge  Johann  XXIII.,  welcher  (17.
Aug.  1411)  die  Bischöfe  von  Begensburg  und  Olmütz,  und  den
Schottenabt  zu  Wien  zu  Conservatoren  der  Hochschule  ernannt  hatte,
zum  Schutze  ihrer  Hechte  und  Besitzungen  Conservatoren  zu  ernennen, ­
  welchem  Ansuchen  das  Concil  sofort  willfahrte.  (26.  Mai  1834.)
Es  ernannte  dazu  den  Bischof  von  Regensburg,  den  Propst  von  St.
Stephan  in  Wien,  Wilhelm  Thurs,  Freiherrn  von  Aspern,  und  den
Passauer  Official  mit  dem  Aufträge,  dafür  zu  sorgen,  dass  die  der
Hochschule  (gleichviel  ob  von  weltlichen  oder  geistlichen  Personen)
entzogenen  Güter  zurückgestellt  und  in  Zukunft  gegen  jeden  Eingriff
gesichert  würden.
Während  dieser  Verhandlungen  hatte  die  Anzahl  der  zu  Basel
Erschienenen  sich  wohl  gemehrt,  doch  nicht  in  dem  gewünschten
Masse,  daher  erging  von  Seite  K.  Sigismund’s  an  sämmtliche  geistliche ­
  Häupter  des  heil.  röm.  deutschen  Reiches  der  Befehl,  zu  Basel
zu  erscheinen.  Auch  Leonhard,  Bischof  von  Passau,  erhielt  eine  derartige ­
  ,  theilweise  zurechtweisende  und  drohende  Zuschrift  (17.
Nov.  1434),  welche  er  jedem  Prälaten  seiner  Diöcese  zuzusenden
beauftragt  wurde. 2 ).
Inzwischen  war  die  von  Herzog  Albrecht  betriebene  Visitation
zur  Durchführung  gekommen,  und  das  Basler  Concil  stellte  (30.
Mai  1435)  nach  einem  von  Cardinal  Julian  ausgehenden  Entwurf  3 )
*)  Beilage  XVI.
a )  Beilage  XVIII.
3 )  Beilage  XXIII.
            
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