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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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H.  J.  Z  e  i  1)  i  g.

und  verlässliche  Männer  versehen  mit  der  Vollmacht  des  Concils  als
Visitatoren  abzusenden.
Da  auf  diese  Art  in  den  vier  Ausschüssen  der  geforderte  übereinstimmende ­
  Beschluss  nicht  war  erzielt  worden,  kam  die  Frage
vor  den  Ausschuss  der  Zwölf*),  (welcher  die  Aufgabe  hatte,  die
nicht  übereinstimmenden  Beschlüsse  der  Ausschüsse  wo  möglich  zu
vereinbaren,  und  zugleich  zu  entscheiden,  ob  der  vorgelegte  Gegenstand ­
  von  einer  solchen  Wichtigkeit  sei,  dass  er  der  General-Congregation
  vorzulegen  komme)  durch  den  Chorherrn  Peter  von
Meissen  im  Namen  des  Legaten;  ihm  gegenüber  stand  Martin  von
Waldhausen  mit  dem  Anträge  auf  Verwerfung  der  nicht  übereinstimmenden ­
  Beschlüsse.  Die  Zwölf  erkannten,  dass  die  Übereinstimmung ­
  fehle,  auch  nicht  herzustellen  sei,  und  übermittelten  (19.  Aug.
1434)  die  ganze  Angelegenheit  der  General-Congregation,  wo  die
Sache  den  21.  August  zur  Verhandlung  kam.  Da  stellte  Colomann
für  sich  und  Martin  von  Waldhausen  in  Vertretung  der  Cathedralcapitel
  von  Salzburg  und  Sekkau,  dann  der  20  Chorherrnstifte  in
den  Diöcesen  Salzburg,  Passau  und  Sekkau  das  Ansuchen,  die  bezüglich ­
  der  Visitation  derselben  zu  verfassenden  oder  schon  verfassten ­
  Grundzüge  möchten  allen  bei  dem  Concil  Anwesenden  desselben
Ordens  mitgetheilt  werden  ,  damit  die  Einzelnen  in  den  Ausschüssen
desto  reiflicher  und  sicherer  alles  zu  erwägen  vermöchten;  für  den
entgegengesetzten  Fall  legte  er  im  Namen  seiner  Committenten  eine
feierliche  Protestation  ein.  Der  Legat  erklärte  darauf  seine  Bereitwilligkeit, ­
  ihn  und  die  andern  bei  dieser  Angelegenheit  Betheiligten
zu  hören,  ehe  weiter  vorgeschritten  würde,  und  schickte  zugleich
Colomann’s  schriftlich  eingereichtes  Ansuchen  nochmals  an  den  Zwölfer-Ausschuss ­
  3 ),  welcher  der  allgemeinen  Sitzung  am  24.  Septem-4

 )  Er  hielt  seine  Sitzungen  in  dem  Augustinerkloster.
2 )  Als  Gründe  seines  Ansuchens  führt  Colomann  (Beilagen  XVII,  V.)  an:  „ut  saluti
  animarum  dictae  religionis  professorum  exclusis  omnibus  dubietatibus  et
perplexitatibus  salubriter,  consulatur  et  scandalis  ac  divisionibus,  qui  ex  particu-.
  lari  reformatione  dicti  ordinis  exoriri  poterunt,  sicut  in  certis  religionilius
  subor  ta  sunt,  via  nonaperiatur,  atque  ne  quisquam  professorum  dictae
religionis  ultraprofessionem  suam  seu  votum  per  iudicium  sacri  Concilii
  quomodolibet  conqueri  valeat,  se  fore  gravatum,  et  ut  effectus  sit  declaratorum
  cum  charitate  et  sine  murmure  recipiatur,  observetur  et  custodiatur,
  illorumque  observancia  in  ipsa  religione  adhuc  imbecillibus  facilius
            
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