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Freiherr H a m in e r - P u r g s t a 11.
Abdol Wad zu Telmesa (S. 100). Nach dem Ende der Dynastie
der Mu wall hi dun die Geschichte der verschiedenen Thronwerber
des Emir Ebu Selter ia zu Tel m es an, des Jagmerasenzu
Sedfchelmesa, des Saim ß. Meken zu Mosteganem; nach
dem Tode Jagmerasen’s die Geschichte seines Sohnes und Nachfolgers
Os ma n und dann des Sohnes des letzten Ebu S i j a n (S. 136).
Die Dynastie 27) von Ebu Hamu el-Ewsath (S. 141). Der gewaltsame
Tod Ebu Hamu’s und die Nachfolge seines Sohnes Ebu
Tafchfin(S. 151), welcher mit dem grossen Herrscher der Muwahbidun
J u s u f B. Ta f c hf in nicht zu vermengen, gewaltsamer Tod
desselben (S. 158). In dem folgenden Abschnitte (S. 162), welcher
von den einflussreichen Männern dieser Dynastie handelt, wird ein
bisher ganz unbekanntes Werk des grossen Geschichtschreibers Ibn
Mesudi erwähnt, nämlich das Buch der Schahdfchan Bersan
und Keikan *)> welches sich unter den 132 Hauptstücken der goldenen
Wiesen nicht befindet 2 ); welchem Volke diese drei bisher
ganz unbekannten Namen angehören, ist schwer zu bestimmen, vermuthlieh
sind es persische oder kurdische Stämme, da Mu sa B. Ali
der Oberstkämmerer, bei dessen Abstammung hievon die Bede ist,
ein Kurde war. Mesudisagt, dass ihre Heimat Af erbeidfchan,
Syrien und Mofsul, dass einige derselben Christen, Jakobiten, andere
Moslimen, Chawaridfch, und Ihn Chaldun setzt hinzu, dass
Stämme derselben das Gebirge von Schehrfurbewohnen (also augenscheinlich
Kurden), dass nach der Eroberung Bagdad’s durch die
Tataren und die Hinrichtung des letzten Chalifen durch Hulagu
viele der Kurden vor den Tataren fliehend den Euphrat passirten
und sich in das Land der Türken flüchteten, dass zwei dieser kurdischen
Stämme, die Beni Lewin und Beni Tabir, bis nach dem
äussersten Magrib kamen und sich zu Marokko niederliessen, wo
sie von Ali B. Mortedha gnädig aufgenommen wurden, dass nach
dem Untergänge der Herrschaft der Muwahhidun sie den Beni
Mer in gehorchten und dass sich Einige derselben dem J a gm e rasen
anschlossen. Ibn Chaldun (S. 163) verfolgt die Geschichte
dieser beiden kurdischen Stämme, deren Dasein zu Marokko bisher
2 ) In Sprenger’s englischer Übersetzung, S. 29—41.