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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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FmiuviT  11  a  m  m  e  r  -  I*  u  r  g  s  l  a  11.

„ständnisse  mit  der  Dynastie  der  Beni  Haffs  zu  Tunis.  Westlich
„stossen  an  sie  die  K,ewk,ew  und  nach  diesen  die  Nakaret,
„Tekrur,  Lema,  Nemnem,  Dfchabi,  K,uri  und  Inkirar,
„sie  stossen  an  den  Ocean  bis  nach  Ga  net  im  Westen.”
Nach  der  Eroberung  Ägyptens  durch  die  Moslimen  fanden
muslimische  Kaufleute  keinen  grösseren  König  als  den  von  Ganet,
der  in  zwei  sehr  grossen  Städten  residirt,  deren  im  Buche  Boger’s,
d.  i.  in  der  Geographie  Idrisi’s,  Erwähnung  geschieht.  Östlich  an  dieselben ­
  stosst  das  Volk  der  Ssufsu,  dann  das  der  Malyund  das  der
Kewgu,  welche  auch  K,agu  heissen,  nach  ihnen  sind  die  Tekrur;
der  rechtsgelehrte  Scheich  von  Gaue,  welcher  i.  J.  796  (1393)  nach
Kairo  kam,  erzählte  dem  Ihn  Chaldun,  dass  zu  den  Tekrur  auch  die
Sagai,  Malij  und  Enkarijet  gehören;  das  Beicli  von  Ga  ne
erlag  der  Übermacht  der  benachbarten  Molesimin  und  sie  wurden
von  der  Gewalt  ihrer  Nachbarn  der  Ssufsu  bezwungen,  wie  diese
später  der  Übermacht  der  Malij  erlagen.
Der  erste  König  von  G  a  n  e,  welcher  den  Islam  annahm  und  nach
Mekka  wallfahrtete,  hiess  B  ermen  da  net,  er  entriss  die  Herrschaft
der  Ssufsu  ihrem  Könige  Mari  Dfchatha  (Mari  heisst  in  ihrer
Sprache  ein  Fürst  aus  königlichem  Geblüte,  und  Dfchatha  einLöwe).
Nach  fünf  und  zwanzig  jähriger  Herrschaft  folgte  ihm  sein  Sohn
Mensa  Weli.  Mensa  heisst  Sultan  und  Weli  heisst  in  ihrer
Sprache  so  viel  als  Ali.  Er  verrichtete  die  Wallfahrt  unter  der
Begierung  Sultans  B  e  ib  er  ’s  (der  von  658  bis  676  d.  H.  regierte);  ihm
folgte  dessen  BruderWati,  und  nach  ihm  dessen  Bruder  Chalifet,
der,  weil  er  die  Leute  muthwillig  mit  Pfeilen  tödtete,  erschlagen
ward;  ihm  folgte  ein  mütterlicher  Enkel  Ali  Dfchata’s,  Namens
Ebubekr,  dann  einer  ihrer  Freigelassenen  Namens  Sakuret,  der
zur  Zeit  Melik  en-Nafsir’s  i.  J.  694  (1294)  die  Wallfahrt  nach
Mekka  verrichtete  und  bei  seiner  Rückkehr  zu  T  a  df  ch  u  r  a  erschlagen
ward.  Er  eroberte  das  Land  der  K,  e  w  k,e  w,  unterwarf  sich  die  Malij
und  Gan  e  bis  an  das  Land  der  T  ekrurim  Osten;  er  war  ein  mächtiger ­
  Sultan,  unter  dem  der  Handel  in  Magrib  und  im  nördlichen
Afrika  blühte,  dies  erzählt  Ihn  Chaldun  aus  dem  Munde  des  Scheich
Osman  des  Rechtsgelehrten  von  Gane,  das  Folgende  aber  aus  dem
Munde  des  Hadfchi  Junis,  des  Dolmetsches  von  Tekrur.
Der  Dolmetsch  der  Tekrur  sagte,  dass  der  Eroberer  der  K,ewk,ew
  Sagmen  dsche,  einer  der  Kaide  Mensa’s,  gewesen,  dass
            
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