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Joseph Chmel.
von Salzburg und seinen Suflfraganen volles Recht und die Gewalt
ertheilt zur Abwehr und Gegenwehr gegen ihre Bedränger. Er sagt
in der Zuschrift (Mon. boica XXIXL p. 514. Koch-Sternfeld in s.
„Rückblicken” p. 99, Nr. 8,): „Laborum et persecutionum pressuras
„et angustias, quihus vestra sinceritas propter suae tidei puritatem et
„devotionis constantiam, quibus nos et sacrum Romanum Imperium in-„cessanter
prosequitur, a Bohemica tyrannide injuriose con-„citatur,
amarissimo miserantes affectu vias et modos non desinimus
„exquirere, quihus ipsa vestra sinceritas a tribulationum procellis
„et calamitatum miseriis liberari valeat” . . . Wie nabe ist der
„böhmischeTyrann” dem „Nero.” — Wir bringen vorläufig
in Erinnerung, dass von diesem Nero so wie von dem grössten der
römischen Kaiser Julius Cäsar der „ain vermezen heit aber auch
„ain gut knecht” war, zwei famose Privilegien für das Land Österreich
existiren, welche Kaiser Heinrich IV. dem grössten Babenberger
Helden, dem Markgrafen Ernst, auf seiner Rückkehr vom
Feldzuge nach Ungern bestätigte, wir werden später auf diese berüchtigte
Urkunde zurückkommen. — Es galt, den Kaiser „Nero
(Ottokar’s Bezeichnung) zu Ehren zu bringen.
Und nun wieder zu unserem Chronisten:
Ouch wart den vürften kunt getan,
ir hietet zwen hohe man
20 in eim turne heizen hrennen.
Der hörte ich einen nennen,
ich waen den Miffowsere.
Daz wart den fiirften fwsere,
fle jähen, die lierren müezen (in
25 in Swäben und hi dem Rin
ficher folher forgen bürde.
Ob ieman bei'eit würde
in iwer kamer bi der naht
und mit lügen würde bräht
30 in iuwer ungenäd
daz waire ein grözer feliad,
daz man den dar umbe veht
und an alliu reht
liez follier marter töt ligen,
35 als wilent e die heiligen
19. het zwen hoch. A. 20. In ainen Turn. A. 22. Ich wen der. A. 24. mußten.
A. 26. purd: wurd. AP. 27. gefait. P. 33. alle. A. alle gnad vnd recht.
P. 35. e fehlt AV.