Hypothese über den Ursprung des Privilegium inajus von 1156.
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Ez iß wizzenlivh,
50 duz mir uf Ofterrich
min fron, diu künitjin Margret,
diu reht diu ße dar uf het
vor phaffen und vor leien gap.
Also das sein Rechtstitel auf Österreich, Steiermark, Krain
u. s. w., die Schenkung der Margaretha, der filia senior des
vorletzten, der Schwester des letzten Babenbergers!
Von Belehnung durch König Richard keine Rede, sonst müsste
er sich ja auch durch König Rudolf belehnen lassen und das wollte
er nicht — um keinen Preis. — König Ottokar’s II. Recht ist begründet
nur im „Majus,” in den Artikeln 7 und 14. — Dieses Document
ist sein Hort, sein Schild, aber auch — sein Werk! Er fährt fort:
So fag ich iu daz urhap,
55 wie mir wart Stire under tan.
Mit miner liant ich daz hän
den Ungern abe erßriten,
und han dar umbe erliten
manec angeft unde nöt.
60 Uml) Kernden, als er mir enböt,
daz ift wizzenlich,
daz min oeheim Herzoge Uolrich
und fin vater herzoge Bernhart
mit mir des über ein wart,
65 daz wir mit hantveßen,
nach rät der allerbeßen
die dar zuo künden,
mit ein ander uns verbunden,
welher under uns beiden
70 ab der weit müeße t'cheiden
unde niht erben liez,
fö folt der ander den geniez
haben finer lande,
und fwaz man erkande
75 daz lin wsere gewefen.
Die hantvefte laz ich lefen,
her burkgraf ob ir wellet’.
55. Wie mir daz wart vndertan. P. 64. des fehlt. P. 65. Daz Mir mit. A.
69. Swelher. P. 74. waz. AVP. 77. weit: geveit. AP.
Köstlich ist die Bemerkung des freimüthigen Burggrafen auf
diesen Antrag, er sagt ganz ruhig: