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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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«  v.  Kremer.

verjagten  sie  auf  die  Inseln,  wie  z.  B.  Sicilien  u.  s.  w.  In  der  Folge
kehrten  die  Franken  mittelst  eines  Vertrages  und  Friedens  wieder  in
ihre  Städte  und  Ansiedlungen  zurück  und  die  Berbern  erwählten  sich
als  Wohnstätte  die  Berge,  Sandstrecken,  Wüsten  und  Grenzländer,
während  die  Römer  die  Städte  und  Niederlassungen  bewohnten  ,  bis
die  Muslimen  Afrika  eroberten  und  die  Römer  sich  ein  zweites  Mal
flüchten  mussten  vor  den  Arabern  auf  die  Insel  des  Meeres  und  in
andere  Länder,  mit  Ausnahme  derer,  die  sich  zum  Islam  bekehrten
und  im  Lande  und  im  Besitze  ihrer  Güter  blieben,  wie  die  Bewohner
des  Districtes  Kastilije.
Einige  Bemerkungen  des  Autors  über  die  Art  und  Weise,  wie
die  Bewohner  von  Tüzer  ihre  Felder  düngen,  können  hier  füglich
übergangen  werden.
Eine  andere  Stadt  im  Gebiete  von  Kastilije  ist  Nafta,  zwischen
welcher  und  Tüzer  zwanzig  Meilen  liegen;  es  ist  dies  eine  alte
Stadt  mit  einem  Walle  von  antikem  Baue;  —  um  die  Stadt  liegt  ein
Palmwald  und  Gärten,  die  reich  an  allen  Obstarten.  Ein  Fluss  durcliströmt
  ihre  Gärten.  Die  Einwohner  sind  wohlhabende  Leute  und
römischer  Abstammung.
Eine  andere  Stadt  dieses  Gebietes  ist  Takjüs  ,  welche  eigentlich
aus  vier  Städten  besteht,  deren  Mauern  so  nahe  an  einander  sind,  dass
ihre  Bewohner  sich  sprechen  können;  —  auch  diese  Stadt  ist  reich
an  Palmen  und  Obstbäumen,  so  wie  an  allen  anderen  Obstgattungen.
Diese  Stadt  ist  besonders  an  Oliven  reicher  als  jeder  andere  Platz
in  Kastilije,  hat  das  grösste  Einkommen  und  die  reinste  Luft  mit  vielen ­
  fliessenden  Quellen  süssen  Wassers.
Zu  dem  Districte  Kastilije  gehört  auch  noch  die  Stadt  Hamme,
welche  gewöhnlich  Hämmet-Beni-Behlül  genannt  wird  (um  sie  von
der  Stadt  Hämmet-Matmäta  zu.  unterscheiden).  Es  sind  diese  Beni-Behlül
  eines  der  edlen  Geschlechter  von  Kastilije,  ja  sogar  das  angesehenste ­
  unter  allen,  sie  sind  ebenfalls  Abkömmlinge  der  Römer,  die
sich,  um  ihre  Habe  zu  retten,  zum  Islam  bekehrten.  Sie  sind  berühmt
wegen  ihrer  Grossmuth  und  Gastlichkeit,  und  dies  ist  es,  was  ihren
Ruf  in  diesen  Ländern  weit  verbreitet  hat.
Diese  Stadt  hat  ein  grosses  Schloss,  das  Kala  genannt  wird
und  das  von  den  Beni-Behlül  und  ihrem  Gefolge  bewohnt  wird,  bevölkerte ­
  Stadttheile  umgeben  es.  Die  Stadt  hat  Überfluss  an  Datteln,
            
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